Rast am Werrastrand

Peter Ksiazek macht Rast am Werrastrand bei Treffurt.

Der Sachse liebt das Reisen sehr, noch mehr allerdings die Unabhängigkeit



Wolfgang Rewicki

TREFFURT. „Hier isses ja so gemiedlich“, schwärmt Peter Ksiazek aus Dresden im schönsten Sächsisch - was er damit meint, das ist der Wohnmobilstellplatz an der Werrabrücke am Ortseingang von Treffurt. Glück hat der Sachse, dass er nicht früher angereist ist, denn vor nicht allzu langer Zeit stand das ufernahe Gelände völlig unter Wasser. „Keine Bange, das kenne ich von zu Hause“, bei ihm sei ja auch vor kurzem noch „Land unter“ gewesen.

Peter Ksiazek (70) und seine Frau Irene sind gerade am Vortag von Dresden kommend in Treffurt angekommen. „Wir waren schon mal hier. Vor fünf Jahren war das, und hatten den Plaz in guter Erinnerung.“ In Treffurt müsse man nämlich - im Gegensatz zu manchen anderen Plätzen - keine Standgebühr bezahlen, nur die Verbrauchskosten, in dem Falle den elektrischen Strom. Überhaupt sei dies ein schöner Platz. Und Treffurt habe auch gute Einkaufsmöglichkeiten. Den Supermarkt in der Ortsmitte erreichen sie schnell mit dem Fahhrad. Überhaupt sei Treffurt ein beschauliches schönes altes Städtchen .“Das einzige was hier auf dem Platz fehlt, das sind Abfallbehälter.“ Peter Ksiazek glaubt sich erinnern zu können, dass vor fünf Jahren noch welche dagewesen seien. Was er dann mit seinem Müll mache? „Den nehme ich mit und entsorge ihn woanders. Ich lasse hier nichts liegen!“

300 Kilometer haben die beiden also von ihrer Sommertour schon mal weg. Wenn die Ksiazeks Ende Oktober wieder in ihrer sächsischen Heimat ankommen werden, dann wird die Kilometeranzeige des zwölf Jahre alten Wohnmobils gut 3.000 Kilometer mehr anzeigen, denn sie wollen an Werra und Weser entlang „wenigstens bis nach Dänemark“. Aber wie genau, das bleibt noch offen. „Wir entscheiden uns immer ziemlich spontan“, wirft Irene Ksiazek ein, die ihren Mann gelegentlich auch am Steuer ablöst.

Schon seit 20 Jahren sind die sächsischen Senioren sommers im Wohnmobil unterwegs. Da ist es gut, dass Peter Ksiazek von Beruf Karosseriemeister ist. Er kann vieles selbst reparieren. „Vor dieser Fahrt habe ich selbst den Zahnriemen gewechselt.“ Ansonsten ist das rollende Eigenheim auch gut ausgestattet: Dusche, WC, Kühlschrank, Radio, Fernseher, Navi, Handy und Fotoapparat sowieso und ein Laptop. „Wir sind unabhängig. Busreisen können andere machen“, lachen sie und verschwinden nach innen. Mittagszeit! Heute gibt's Makkaroni...
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