„Rehhofstübchen“ – ein Tipp zum Verwöhntwerden

Von der Straße ("Gothaer Straße" von Wutha-Farnroda in Richtung Gotha) kaum als Gaststätte wahrzunehmen
 
Eine Begrüßung, die man sich netter einfach nicht vorstellen kann
Wutha-Farnroda: "Rehhofstübchen" | Viele werden wie wir schon mehrfach daran vorübergefahren sein, „Rehhofstübchen“ gelesen haben und das war’s. Auf der Suche nach einer „in Familie“ noch nicht besuchten Gaststätte im Nahbereich fiel die Wahl eben auf dieses Stübchen.

Ein Hinweisschild, eine schmale Auffahrt, ein ausreichender Parkplatz (als wir Ostersonntag dort waren), fröhlich wie gesättigt schwärmend uns entgegen kommende Gäste und eine als Haus klein anmutende Gaststätte waren die ersten Eindrücke.
Schon der mit Ostereiern geschmückte Biergarten sowie der Eingangsbereich waren mehr als einladend.
Drinnen war es relativ klein anmutend, gemütlich und unser bestellter Tisch liebevoll gedeckt. Wir Acht waren schon mal begeistert.
Eine freundliche, emsig tätige Bedienung samt Chefin gab uns in den kommenden Stunden fast das Gefühl, nur für uns und unser Wohlbefinden da zu sein.
Alle Gäste der unteren Etage wurden ebenso umsorgt. Stets war man total unaufdringlich im Blick, ob etwas fehlen könnte, gewünscht würde oder abzuräumen sei.

Nachdem die Getränke gewählt, gebracht und die Essen bestellt waren, rechneten wir mit etwa einer halben Stunde, die wir noch erzählend und gegenseitig informierend miteinander verbringen könnten. Weit gefehlt! Noch nicht einmal 15 Minuten waren vergangen, da saßen wir alle vor unseren gewählten Speisen, die uns einladend anlachten.

Meine Rindsroulade – einfach lecker! Der Hirschbraten neben mir zeigte schon in der Anordnung von Klößen, Braten, Pilzen, Beilagen das volle Mitdenken des Kochs. Oft sah ich schon, dass die Pilze den Hirschbraten zudeckten. Hier konnte man wählen, was man mit wem zusammen auf die Gabel nehmen wollte.

Am Ende der Pause zwischen wundervollem Mittagessen und dem dann ebensolchen Kaffeetrinken kamen die jungen Leute mit ihrem Kleinkind dazu. Freilich stand das Mädel nun im Mittelpunkt und durfte die Pappostereier aus einer Kiste an die Familienmitglieder verteilen. Dass es dabei ihr eigenes größeres Ei immer fest im Arm hielt und gegen jedes gut gemeinte „nur mal Ablegen“ verteidigte, war ebenso abzusehen wie ganz lieb anzusehen. Groß und Klein war dann im Öffnen des jeweiligen Ostereies beschäftigt. Freude auf allen Plätzen – auch einen netten Blick auf dieses geschäftige Treiben seitens der Bedienung bemerkte ich.

Wir dürfen wiederkommen, beantwortete lächelnd die Chefin meine Frage. Aber Vorbestellung sei angebracht, da diese Gastlichkeit sehr gefragt sei – nicht etwa nur zu Feiertagen!
Wir werden freilich gerne wiederkommen und das „Rehhofstübchen“ auch überall sehr gerne weiter empfehlen. Dann werden wir versuchen „oben“ einen Tisch zu bekommen, denn das soll dort „noch schöner“ sein, wie uns strahlende Gäste sagten.
_____________________________

Noch ein Wort
*) zum bestellten Tee:
Für das Teebeutelchen war ein kleines Behältnis beigegeben, so dass man es nicht neben das Teeglas legen musste, wodurch dieses dann meist unten nass wird und beim Trinken mitunter ein Tropfen auf die Kleidung geht.
Das ist nicht erwähnenswert? Denke doch, weil ich das nicht nur in „guten Restaurants“ (höherer Preisklasse) sehr oft vermisst habe.

*) Schließlich: Dass es mir sehr gefallen haben musste, ist daraus zu entnehmen, dass ich mir zum Abschluss einen Eierlikör bestellte, den ich dann auch in einem „zungenfreundlichem“ Glas serviert bekam.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
5.691
Petra Seidel aus Weimar | 09.04.2012 | 11:33  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige