Spinnerin aus dem Wartburgkreis siegte beim Thüringer Wettspinnen

Elisabeth Wenig (2. v. li.) (Foto: Norbert Sander)
Im Waffenmuseum Suhl schnurrten die Rädchen
Am letzten Januarsonntag tummelten sich über 200 Besucher und an die 50 Akteure im Waffenmuseum Suhl. Es nahmen 18 Spinnerinnen und Spinner aus Thüringen, Bayern, Sachsen-Anhalt und Hessen teil. Eilabeth Wenig aus Kieselbach wurde Siegerin des Wettbewerbs. Die jüngste Teilnehmerin kam aus Oechsen, ebenfalls im Wartburgkreis.

Drei Partner und ein super Zusammenspiel
Zum Kontakt zwischen dem Waffenmuseum Suhl und dem Thüringer Landestrachtenverband kam es seit 2011. Mit Doris Eckhardt vom Waffenmuseum entstand der Gedanke, das 3. Wettspinnen hier auszurichten. Das gesamte Team des Museums unterstützte die Veranstaltung mit einem riesigen Engagement. Die Spinnerinnen wurde wie üblich von den Landfrauen eingeladen. Allgemein bedauert wurde, dass Christine Schwarzbach vom Landfrauenverband krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte.


Historische Messtechnik aus dem Gothaer Land

Das Thema Fadenmessung war im Vorfeld des 3. Thüringer Wettspinnens heiß diskutiert worden, der Faden wurde letzendlich mit vier historischen Weifen gemessen, von denen nachweislich eine aus dem 18. Jahrhundert stammte. Die Messteams haben ihre Arbeit mit größter Sorgfalt gemeistert. Man muss sich auf ein nichtmetrisches Maßsstem einstellen, zählen und umrechnen, multiplizieren und dann durch Strangzählung kontrollieren. Die Auszählung der 18 Teilnehmer dauerte ungefähr 45 Minuten. Eine Station wurde von Heidrun Diringer aus Waltershausen geleitet, die eine Weife mit 3,45 Metern Umfang zur Verfügung stellte. Die anderen Weifen kamen aus Friemar und Ingersleben.

Rekordhalter aus dem Wartburgkreis

Mit Elisabeth Wenig gewann die Rekordhalterin von Ingersleben. Dort hatte die Landfrau vom Ortsverein Kieselbach 2004 eine Länge von 157,50 Metern ersponnen, die auch in Apfelstädt nicht überboten worden war. Mit 111,82 Metern schaffte sie diesen Rekord nicht noch einmal, gewann aber das Wettspinnen in Suhl. Den 2. Platz belegte Dana Dimmerling aus Hessen mit 105,59 Metern, gefolgt von Dagmar Scholz aus Ahorn in Franken mit 96 Metern. Der Grund für die Fadenlängen lag wohl darin, dass die Wolle ziemlich drahtig und trocken war und sich nicht gut verspinnen ließ, so Elisabeth Wenig. Die jüngste Teilnehmerin war die zehnjährige Lea Sophie Zimmermann aus Oechsen, die mit 58,50 Metern überzeugte.

Neue Ziele sind gesteckt. Es steht fest, dass das nächste Wettspinnen, im Rahmen des Tages des Thüringer Brauchs bereits 2015 im Eichsfeldorf Hüpstedt bei Mühlhausen stattfindet.
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