Was für ein freudiger Tag! Viele Schulutensilien in der Zuckertüten

Freudige Spannung bei der kleinen Eisenacherin Lea Marie Kock (Foto: Flashlight tk)
Eisenach. Der Begriff Countdown hat zwar einen ziemlich langen Bart, der eigentlich nicht richtig zum Anlass passt. Aber es ist ein Start, der lange ersehnt wurde: die Schuleinführung des Schuljahres 2011/2012. Im Erscheinungsgebiet des AA Eisenach gibt es nach Auskunft des in Eisenach ansässigen Staatlichen Schulamtes 767 potenzielle Zuckertütenträger, die sich auf dieses große Ereignis freuen - na gut, sagen wir vorsichtshalber: die allermeisten von ihnen.

Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Mit dem Countdown-üblichen Zählen vor der Zündung der Triebwerke wird es wohl noch nicht so richtig flutschen (jedenfalls nicht rückwärts wie in Cape Canaveral), aber die Spannung ist ähnlich. In der Regel ist der kommende Samstag, also der 20. August, in diesem Jahr dafür vorgesehen. Und die Spannung herrscht nicht nur bei den "Neuen".

In Berka/Werra zum Beispiel haben die frisch gekürten Zweit- bis Viertklässler wieder ein Programm einstudiert, das einen wichtigen Teil der um 10 Uhr beginnenden feierlichen Zeremonie im Festsaal des Werrastädtchens, dem "Felsenkeller" bilden wird. Im benachbarten Dippach wird dafür zur gleichen Zeit die Turnhalle genutzt, natürlich dem Anlass entsprechend festlich geschmückt.

Da haben sich schöne Traditionen herausgebildet. Ein vielfach beschworener Trend, die Schuleinführung könnte zum Geschenkefestival mutieren, hat sich zum Glück nicht durchgesetzt. Das ergibt eine aktuelle Umfrage, die das Verbraucherportal www.preisvergleich.de vom Forsa-Institut vornehmen ließ.

Natürlich will so eine Zuckertüte gefüllt sein, aber ganz oben stehen dabei Schulutensilien und Bücher. Zwar keine Mauer, aber doch gewissen Unterschiede gibt es zwischen Ost und West. Während 29 Prozent der westdeutschen Schulanfänger Geldgeschenke bekommt, sind es im Osten nur 18 Prozent. Hier liegt man stattdessen bei Süßigkeiten deutlich vorn: 50 Prozent sind es östlich der Werra, in der Gegenrichtung lediglich 39 Prozent.
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