Steinbruch Buchenau wurde geschlossen

(Foto: Wolfgang Rewicki)
CREUZBURG/MIHLA. Der Betrieb des Steinbruches in Buchenau, in dem seit den 1920er Jahren Kalkstein abgebaut wurde, ist beendet. Bei der Abschlussbegehung im November 2014 konnte festgestellt werden, dass die Vorgaben des Naturschutzes an die Rekultivierung vollständig und in einer hohen Qualität erfüllt wurden. Jetzt hat die Natur dieses Areal, welches im Naturschutzgebiet „Klosterholz und Nordmannsteine“ liegt, wieder zurückbekommen.

Wie das Gelände nach Ende der Kalksteingewinnung aussehen sollte, darüber haben Naturschutzexperten und –behörden bereits seit den 1990er Jahren beraten. Um das Ziel einer Einpassung des Areals in das Landschaftsbild und die Entwicklung wertvoller Biotopverbundflächen in unmittelbarer Nähe zum Klosterholz und den Nordmannssteinen zu erreichen, Lebensräume für geschützte Tier- und Pflanzenarten in unmittelbarer Nähe zum Flora-Fauna-Habitat der Werraaaue zu erreichen, wurde der bestehende Steinbruch in das 1995 ausgewiesene Naturschutzgebiet „Klosterholz und Nordmannssteine“ aufgenommen. Dies geschah mit der ausdrücklichen Zielstellung „das Gelände des Steinbruches in das […] Landschaftsbild einzupassen und durch gezielte Maßnahmen […] die Werraaue mit dem angrenzenden Altarm bei Buchenau an das Naturschutzgebiet anzubinden“. Aus diesem Grunde wurde die Fläche des Steinbruches von der Oberen Naturschutzbehörde überhaupt in das Naturschutzgebiet einbezogen.

Entsprechend den Festsetzungen der Naturschutzgebietsverordnung sollte der Abbau bereits 2013 beendet werden, was aber wegen der wochenlangen Überflutung des Steinbruches im Juni 2013 nicht möglich war. Die Ziele der Rekultivierung, die Einbindung in das Landschaftsbild und die Schaffung von wertvollen Lebensräumen durch entsprechende Gestaltung der Steinbruchsohle wären dauerhaft verfehlt, wenn der Betrieb bereits 2013 komplett eingestellt worden wäre. Deshalb wurde die Genehmigung bis 31.12.2014 verlängert.

Mit den betroffenen Anwohnern wurden drei Ortstermine vereinbart, bei denen der Stand der Arbeiten geprüft werden sollte. Der erste Termin fand schon im März statt. Kurz vor dem 2. Termin wurden bereits im Juni die Sprengungen eingestellt. Am letzten Termin im Oktober konnte festgestellt werden, dass die Voraussetzungen für die Rekultivierung erreicht sind und die überschüssigen Gesteinsmengen abgefahren wurden. Die günstige Witterung hat dazu geführt, dass im November, also einen Monat vorfristig, bereits die Rekultivierung auf sehr hohem Niveau abgeschlossen werden konnte.

Die Rekultivierung war aus der Sicht des Naturschutzes eine Erfolgsgeschichte. Allerdings soll auch nicht verschwiegen werden, dass die Anwohner ein Jahr länger den Staub und den Lärm ertragen mussten. Obwohl der Betreiber versucht hat, die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß zu begrenzen, sind diese betriebsbedingt nicht ganz auszuschließen gewesen.

Der Dank im Namen des Naturschutzes gilt dem Betreiber für die vorfristige Umsetzung des Abschlussbetriebsplanes sowie den Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Kooperationsbereitschaft. Am Ende steht als Ergebnis der Bemühungen des letzten Jahres, ein reizvolles Gebiet, dass der Natur den Raum und die Zeit gibt, sich zu einem wertvollen Biotop zu entwickeln.
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