Stieglitz ist „Vogel des Jahres 2016“

(Foto: NABU, Peter Küh)
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den Stieglitz (Carduelis carduelis) zum „Vogel des Jahres 2016“ gewählt. „In Thüringen ist der Stieglitz landesweit verbreitet“, sagt Klaus Lieder, der Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie im NABU Thüringen. „Laut Atlas Deutscher Brutvogelarten gibt es bei uns 20.000 – 40.000 Brutpaare. Am häufigsten kommt er im Thüringer Becken, im Altenburger Lösgebiet und im Werratal vor.“

Auf den Habicht, Vogel des Jahres 2015, folgt ein Singvogel, der zu den farbenfrohesten Vögeln Deutschlands zählt. Der auch Distelfink genannte Stieglitz steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Lebensraum des farbenfrohen Finken zu erhalten. „Hierbei spielt die Förderung wildkrautreicher Feldfluren, Stoppelbrachen und anderen Brachflächen sowie der Erhalt von Feld- und Auengehölzen eine wichtige Rolle“, so Lieder. Genauso wichtig sei auch der Erhalt extensiv genutzter Gärten, Obst – und Grünanlagen. Als weitere Hilfsmaßnahme für den bunten Vogel favorisiert Lieder mehr „wilde“ beziehungsweise unbelassene Ecken in Gärten, an Sport- und Spielplätzen, Schulen, Ackerflächen oder Straßenrändern.

Mythologie


Die auffällige Färbung des Stieglitzes erklärt eine Sage folgendermaßen: Als Gott allen Vögeln ihre Farben gab, blieb der Stieglitz bescheiden in der hintersten Ecke sitzen. Schließlich kam er als Letzter zu Gott, der keine Farbe mehr hatte. Da suchte Gott aus jedem Topf noch einen kleinen Tupfer: So kamen der rote Schnabelgrund, der schwarze Scheitel, die schwarzen Flügel und der Schwanz zustande, die gelbe Binde über den Flügeln, die weißen Tupfen an Kopf, Flügeln und Schwanz, der lichtbraune Rücken und die gelbweiße Unterseite. (Quelle: Wikipedia)

Sprichwort

"Lieber als Stieglitz singen, kann's nicht als Nachtigall gelingen." Soll heißen: Besser eine gute eigene Leistung als eine schlechte Nachahmung. Merk's wohl.
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