Umarmung verschoben

Am 28. März ist der "Ehrentag des Unkrauts"



Hirtentäschel, Kleine Wolfsmilch, Acker-Vergissmeinnicht: Lassen wir uns von den wohlklingenden Namen nur nicht täuschen. In Wirklichkeit handelt es sich hier um Pflanzen, die vielen leider noch immer unerwünscht sind. Unkräuter. Schon in der 1980er Jahren forderten Naturschützer, den neutralen Begriff "Wildkräuter" zu verwenden, bislang ohne größeren Erfolg. Dabei erfüllen viele dieser so genannten Unkräuter wichtige ökologische Funktionen. Sie bieten zum Beispiel Nützlingen Unterschlupf. Viele von ihnen bewähren sich seit Menschengedenken sogar als Heilkräuter.

Freilich wissen das kundige Gärtner schon längst. Heilkundige sowieso. Dass im Jahre 2003 ein Garten-Blogger den 28. März zum "Ehrentag des Unkrauts" machte, ehrt ihn. Seiner Aufforderung "Umarme ein Unkraut" wird indes nicht jeder folgen wollen. Außerdem: Die Distel zum Beispiel hat es gar nicht gern, wenn sie umarmt wird. Darum eben hat sie sich entsprechend gewappnet. Es ist Ende März ohnehin noch etwas früh für solcherart Sympathiebekundungen. Zumal in diesem Jahr.
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