Landkreis mit Potential

Agentur für Arbeit und Wartburgkreis präsentieren Dossier zum regionalen Arbeitsmarkt


Wartburgkreis. "Im Wartburgkreis haben wir derzeit 70 Betriebe mit über 12 100 Beschäftigten. Bei den Industrieumsätzen belegen wir zusammen mit der Stadt Eisenach eindeutig den ­Spitzenreiter-Posten im Freistaat. Sechs Firmen haben Neuansiedlungen angekündigt. Zahlreiche Erweiterungen sind geplant. All das belegt: Der Wartburgkreis ist ein wirtschaftliches Kraftzentrum in Thüringen", so Landrat Reinhard Krebs.

Mit 3964 Arbeitslosen und einer Arbeitslosenquote von aktuell 5,6 % rangiert der Wartburgkreis weit vorn in den neuen Bundesländern. Im Oktober 2007 zählte man noch 6404 Arbeitslose.  

Die Nachfrage nach Fachkräften ist im Kreis recht hoch. So zählte man im Oktober 706 offene Stellen, davon 646 sozialversicherungspflichtige. Das ist ein Argument, die Beschäftigung vor Ort zu stärken. "Der Wartburgkreis hat einen recht ­hohen Auspendleranteil. 11 732 Einpendler stehen 26 769 Auspendlern gegenüber. Die Unternehmen können mit Maßnahmen mehr Einheimische an die Beschäftigung in der Region binden", rät Wolfgang Gold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Suhl.

"Die rückkehr­willigen Berufspendler werden seit längerem verstärkt in den Fokus genommen. Als einer der ersten Landkreise haben wir uns am Modellversuch der Thüringer Agentur für Fachkräfterückgewinnung beteiligt und auf unserer Homepage Unternehmen die Möglichkeit eröffnet, ihre Wünsche nach Fachkräften dort einzutragen", ergänzt Landrat Krebs.

Auch der Ausbildungsmarkt lockt trotz der Grenznähe zum "Dableiben". Im Berichtsjahr 2011 / 2012 zählte man 711 Berufsausbildungsstellen auf 636 Bewerber. Gerade einmal zwei Jugendliche fanden ­keinen passenden Ausbildungsplatz. 67 Ausbildungsplätze konnten nicht besetzt werden. "Man muss seine Region nicht verlassen, um einen passenden Ausbildungsplatz zu wählen", betont Gold.  

"Der Hunger der heimischen Unternehmen an Nachwuchs-Fachkräften ist gerade bei uns sehr hoch. Diesen Bedarf bei gleichzeitig sinkenden Schülerzahlen zu decken, ist die Herausforderung der Gegenwart. Zukünftig muss es uns besser gelingen, Jugendlichen zu vermitteln: Ihr lebt in einer interessanten Region mit wachstumsstarken Firmen, die Euch brauchen und in ­denen Euch anspruchsvolle und gut bezahlte Arbeits­plätze erwarten."  

Besonders positiv wird die Entwicklung der Bedarfs­gemeinschaften bewertet. Diese reduzierten sich von 2007 bis Ende 2011 von 5915 auf 4089. Das Jobcenter Wartburgkreis ist in Bad Salzungen und Eisenach für die Kunden aus dem Rechtskreis SGB II vor Ort. Es beteiligt sich auch am Aktionsbündnis AGIL -Ältere gehen in Lohn.

Vorgestellt wurde auch der aktuelle Arbeitsmarktmonitor auf Kreisebene. Er reflektiert Informationen aus Bevölkerung und Wirtschaft. Die Agentur für Arbeit stellt diesen den Partnern auf dem Arbeitsmarkt kostenfrei zur Verfügung. Mit dem Arbeitsmarktmonitor lassen sich ­demographische Aus­wirkungen, Trends und zukünftige Bedarfe der Region aufzeigen.
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