Wandertag mit viel Potential

Delegation des Deutschen Wanderverbandes bei Visite in Eisenach (Foto: Stadt Eisenach)
Vertreter des Deutschen Wanderverbandes haben Eisenach besucht und der Stadt sowie der gesamten Region bescheinigt, für den Deutschen Wandertag im kommenden Jahr gut vorbereitet zu sein. Jahr für Jahr beschert der Deutsche Wandertag der jeweils ausrichtenden Region rund 50.000 zusätzliche Übernachtungen. Viele Gäste werben anschließend zu Hause für die besuchte Wandertagsregion.

Der Präsident des Deutschen Wanderverbandes, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, zeigte sich beeindruckt von der Wartburgstadt Eisenach sowie der gesamten Region: „Das Motto für den 117. Deutschen Wandertag ´Wandern auf Luthers Spuren` könnte besser kaum gewählt sein. Nicht nur wegen der besonders in Thüringen gefeierten Lutherdekade. In der gesamten Region stoßen Gäste auf Orte, in denen Martin Luther Spuren hinterlassen hat. Viele dieser Orte sind im Wandertagsprogramm berücksichtigt.“

Wie die Wandertage zuvor werde der 117. Deutsche Wandertag immense ökonomische Effekte für die Region haben, so Rauchfuß weiter. Ein Blick auf die Wandertage in der Vergangenheit zeigt: Durchschnittlich halten sich über 9.000 zusätzliche Übernachtungsgäste für einen Zeitraum von vier bis fünf Tagen in einem Umkreis von 60 Kilometern um den Austragungsort eines Wandertages auf. Damit kann die jeweilige Region im Schnitt bis zu 50.000 zusätzliche Übernachtungen für sich verbuchen. Das Thüringer Saaleland etwa steigerte seine Übernachtungszahlen im Jahr des dortigen 105. Deutschen Wandertages 2005 gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent.

Bemerkenswert ist die Vielzahl von Tagesgästen insbesondere zum großen Festumzug. Er ist für viele Wanderfreunde der Höhepunkt des Deutschen Wandertages mit jährlich bis zu 25.000 Vereinswanderern aus allen Teilen Deutschlands, die ihre jeweilige Heimatregion repräsentieren. Dazu kommen etwa ebenso viele Zuschauer.

Auch die langfristig durch Wandertage ausgelösten wirtschaftlichen Effekte sind beträchtlich. Die Gäste der Großveranstaltungen sind gewissermaßen Werbeträger für die Wandertagsregionen in nahezu allen deutschen Wandervereinen. Dort wird intensiv über den Wandertag berichtet, so dass rund 600.000 organisierte Wanderfreunde von der jeweiligen Wanderregion erfahren. Diese von Tourismus-Verantwortlichen als besonders wirksam geschätzte Mund zu Mund-Propaganda bestätigt eine Besucherumfrage zum 99. Deutschen Wandertag vom Fremdenverkehrsverein Dübener Heide/Sachsen-Anhalt: 44, 9 Prozent der Wandertagsgäste gaben an, dass sie die Region Freunden und Bekannten als Wanderregion weiter empfehlen werden. Vor dem Hintergrund, dass solche Empfehlungen laut DWIF durchschnittlich 14 Personen erreichen und Wanderer in der Regel mehrere Kurzurlaube im Jahr machen, ist mit einem wesentlich höheren Gästeaufkommen in der Wandertagsregion auch in den Jahren nach dem Wandertag zu rechnen.

Eine weitere Ursache für nachhaltige Besucherzahlen in den Jahren nach einem Wandertag ist die in aller Regel hohe Attraktivität der Regionen für Wanderer. „Unter Wanderfreunden ist es längst kein Geheimtipp mehr, in den Folgejahren eines Wandertages als Wandergruppe dorthin zu reisen, wo der Wandertag stattgefunden hat. Denn es ist bekannt, dass zum Wandertag die Infrastruktur auf uns Wanderer ausgerichtet wurde. Und es sind immerhin 3.000 Ortsgruppen aus 58 Wandervereinen, die dies sehr zu schätzen wissen“, so der DWV-Präsident.

Veranstalter des 117. Deutschen Wandertages vom 26. bis 31. Juli 2017 in Thüringen bzw. Eisenach ist der Deutsche Wanderverband. Ausrichter der Großveranstaltung ist der Rennsteigverein 1896 mit Unterstützung vom Wanderverband Thüringen und seinen Mitgliedern. Außerdem organisieren den Wandertag die Stadt Eisenach, der Wartburgkreis, die Eisenach-Wartburgregion Touristik GmbH, Wartburg-Stiftung und ThüringenForst.
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