900 000 Mal im Notfalleinsatz

Johanniter-Unfall-Hilfe legt Jahresbericht 2012 vor



CREUZBURG. Wer in Deutschland in Not gerät, kann darauf zählen, dass innerhalb weniger Minuten professionelle Hilfe eintrifft. 891 990 rettungsdienstliche Einsätze leisteten die Johanniter im Jahr 2012. Zusätzlich sicherten ehrenamtliche Helfer tausende Veranstaltungen wie Konzerte und Sportevents sanitätsdienstlich ab. Über vier Millionen Mal beförderten die Johanniter darüber hinaus Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zum Arzt, zur Schule oder auch zu einer Geburtstagsfeier und ermöglichten ihnen so eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dies geht aus dem gerade veröffentlichten Jahresbericht 2012 der Hilfsorganisation hervor.

Mehr als 350 000 Menschen absolvierten 2012 einen Erste-Hilfe-Kurs bei den Johannitern, davon über 17 000 Schul- und Kindergartenkinder im Kurs „Ersthelfer von morgen“. 19 617 Kinder besuchen eine der rund 270 Kindertagestätten der Johanniter bundesweit. 46 Jugendeinrichtungen bieten Jugendlichen ein sinnvolles Freizeitprogramm. Auch für ältere Menschen sind die Johanniter da: In über 100 ambulanten Pflegediensten deutschlandweit kümmern sich professionelle Pflegekräfte um das Wohlergehen ihrer Patienten. Über
115 000 Männer und Frauen in Deutschland nutzen bereits den Hausnotruf der Johanniter und fühlen sich dadurch sicher in den eigenen vier Wänden.

Ungeachtet der Herausforderungen beispielsweise durch europaweite Ausschreibungen im Rettungsdienst und den Fachkräftemangel in Deutschland konnten die Johanniter als großes Sozialunternehmen ihre Umsatzerlöse im Jahr 2012 erneut steigern. Neben dem klassischen Blaulichtbereich entwickeln sich die sozialen Dienste dabei zu einem weiteren Hauptumsatzträger.

Rund 1,4 Millionen Fördermitglieder und tausende Spenderinnen und Spender unterstützen die Arbeit der Johanniter im karitativen und gemeinnützigen Bereich – etwa in der Kinder- und Jugendarbeit, im Hospizdienst oder im Katastrophenschutz. „Trotz der schwierigen Situation vieler Menschen gibt es eine ungebrochene Bereitschaft, Geld für soziale Zwecke zu geben“, berichtet Joachim Gengenbach, Mitglied des Johanniter-Bundesvorstands. Zum achten Mal in Folge wurde den Johannitern das DZI-Spendensiegel zuerkannt, mit dem förderungswürdige Organisationen nach einer umfangreichen Prüfung ausgezeichnet werden.

Die Zahl der Menschen, die sich persönlich in der Johanniter-Unfall-Hilfe engagieren, ist 2012 ebenfalls leicht gewachsen: Über 15 000 Menschen sind heute hauptamtlich für die gemeinnützige Hilfsorganisation tätig. Mehr als 30 000 Menschen unterstützten die Johanniter ehrenamtlich. Knapp ein Drittel der ehrenamtlichen Helfer sind Jugendliche, die sich zum Beispiel im Schulsanitätsdienst einbringen.

Aber die Johanniter sind nicht nur in Deutschland tätig. In 24 Ländern Afrikas, Asiens, Europas und Lateinamerikas helfen sie Menschen in Not. Über den weltweiten Einsatz der Johanniter berichtet der ebenfalls neu aufgelegte Projektbericht der Johanniter-Auslandshilfe. Auf 38 Seiten dokumentiert dieser die Arbeit der Johanniter in den Bereichen Basisgesundheit, Rehabilitation von Menschen mit Behinderung, Katastrophenhilfe und Katastrophenvorsorge.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige