Das wanderbare Lutherjahr 2017 kann getrost kommen

Das Team des „Lutherhotel Eisenacher Hof“ um Hoteldirektor Udo Winkels (2. v. li.), seine Ehefrau Christina (li.) und der Maître de Couisine Rainer Danz (2. v. re.). (Foto: privat)
Eisenach: Hotel Eisenacher Horf | EISENACH. Der 117. Deutsche Wandertag wird im Jahr 2017, dem Jahr des Reformationsgedenkens, in Eisenach und der Wartburgregion stattfinden. Einstimmig hat das die Hauptversammlung der deutschen Wandervereine am vorigen Freitag in Markt Oberstdorf im Allgäu beschlossen. Was alle Eisenacher Wanderfreunde und Touristiker freuen wird, dürfte auch den Gastronomen recht sein.

Wer den Eisenacher Hotelier Udo Winkels kennt, dem fällt gewiss gleich vielerlei ein, das der ebenso fantasievolle wie rastlose Tätige in den letzten Jahren in Eisenach initiiert und auf die Beine gestellt hat. Neu aufgestellt startet nun der "Eisenacher Hof" am Schiffsplatz (Katharinenstraße 13) in die verbleibenden drei Jahre der Lutherdekade - und das unter nun dem Namen "Lutherhotel", um den engen Bezug zum Leben und Wirken des Reformators noch deutlicher herauszustellen. Darauf verweist Hoteldirektor Udo Winkels, der sich schon früh dem Thema Luther mit verschiedenen Aktionen angenommen hat, anlässlich der Neueröffnung seines Hauses nach dem Abschluss umfangreicher Sanierungs- und Renovierungsarbeiten.

Nachdem die letzten Gerüste gefallen sind, erstrahlen sowohl das Hotel als auch das rustikale Spezialitätenrestaurant in neuem Glanz, um sich dennoch in vollem Umfang den gewohnt urigen Charakter zu bewahren, den so manche ältere Eisenacher ja auch noch aus den Zeiten kennen, da man ins "Schiffchen" ging, um dort preiswerte Hausmannskost zu essen und sich seinen Tisch oft genug mit auch meist urigen Kraftfahrern teilte.

Konsequent wurde das bewährte, am Fluidum des Spätmittelalters angelehnte Konzept von Winkels und seinem Team auf das gesamte Haus übertragen. Gäste können künftig unter verschiedenen Themenzimmern auswählen, die bedeutenden Eisenacher Persönlichkeiten wie Luther, Bach, Wagner, Goethe oder Fritz Reuter gewidmet sind.

Darüber hinaus wurde auch das gastronomische Angebot in den nun auf 170 Plätze aufgestockten "Lutherstuben" erweitert. Im Rahmen der sechsmonatigen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wurden alle Zimmer komplett saniert und neu gestaltet - "und das bei laufendem Betrieb", wie Winkels unterstreicht, "und ein Kraftakt, der allen Beteiligten von den Handwerkern über das Personal bis hin zur Geschäftsleitung einiges abverlangt hat."

Neu ist neben vielem anderen die "Tafelrunde" am Kamin im Eingangsbereich des Restaurants sowie die rustikale "Bräterey" in der Schankstube mit ihrer offenen Grillstelle, an der Besucher auf Wunsch ihr Fleisch selbst zubereiten können - "bis hin zu Wildschwein und Spanferkel am Spieß zum selbst drehen", wie Winkels erläutert. Neben der Speisestube mit ihrer "Kräuterey" lädt künftig auch das "Bankettorium" mit seiner Weinstube zum gemütlichen Tafeln "wie zu Luthers Zeiten" ein.

"Mehr Fisch, mehr Geflügel, mehr Wildspezialitäten", bringt Maître de Couisine Rainer Danz alias Mundkoch Kunibert die gemeinsam mit dem Mittelalterkenner Thomas Wagner neu entwickelte Speisekarte auf den Punkt. Zwar bleiben die historischen Gerichte aus der Vergangenheit unverändert erhalten, doch wird der "Lutherschmaus" künftig in drei Kategorien angeboten. Zudem findet der Gourmet mehrere aufeinander abgestimmte Festmahle für Landmann, Bürger und Edelmann.

Bei den Zutaten setzt Küchenchef Danz vorrangig auf zertifizierte Bio-Produkte aus der Region. Die entsprechenden Gerichte werden auf der Speisekarte besonders gekennzeichnet, um dem Gast die Entscheidung zu erleichtern. Wie gesagt, das Lutherjahr kann kommen. Die Eisenacher Gastronomen sind bereit.
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