Start der Motorradsaison

Endlich hat der Frühling Einzug gehalten, die ersten Motorradfahrer sind schon auf den
Straßen unterwegs. Wie jedes Jahr zum Saisonstart bedeutet das für die Verkehrsteilnehmer, sich darauf neu einzustellen. Das gilt sowohl für die Kradfahrer als auch für Pkw- und Lkw-Fahrer.

Nach der langen Winterpause sollten die Motorräder aus dem Winterschlaf geholt werden. Wer sein „Mopped“ aus der Garage schiebt, sich drauf setzt und einfach los fährt, handelt verantwortungslos. Vor der ersten Fahrt muss das Krad fit für den Straßenverkehr gemacht werden. Dazu gehören u. a. Prüfung der Zündkerzen, Funktionstest der lichttechnischen und elektrischen Einrichtungen, Sitz der Antriebskette kontrollieren, Prüfung der kompletten Bremsanlage sowie Freilauf der Räder. Auch die Reifen sind zu kontrollieren, mindestens zwei Millimeter Profiltiefe müssen vorhanden sein, mehr sind besser. Haben die Reifen den
richtigen Luftdruck oder gibt es undichte Stellen?

Der Umstieg von vier auf zwei Räder erfordert von den Motorradfahrern ein Umdenken. Auch die eigene körperliche Verfassung darf nicht vergessen werden. Ein Motorrad zu fahren, ist für den Körper eine größere körperliche Anstrengung als Autofahren. Geht es los auf die Straße, müssen sich Auto- und Motorradfahrer aufeinander einstellen. Motorräder und mehrspurige Fahrzeuge haben lt. StVO die gleichen Rechte und Pflichten im Straßenverkehr. Die Grundregel erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. Die Geschwindigkeit der zumeist anzugsstarken Maschinen wird von Autofahrern häufig unterschätzt.

Das kann an Kreuzungen und Einmündungen fatale Folgen haben. Hinzu kommt
die schmale Silhouette der Maschinen, die trotz eingeschaltetem Fahrlicht von Autofahrern zu spät wahr genommen wird. Auch wenn die Gashand juckt, das eigene fahrerische Können darf vom Motorradfahrer nie überschätzt werden. Riskantes Fahren, Lückenspringen, kurze Sprints, Fahrzeugkolonnen überholen bei unklarer Verkehrslage sind gefährlich und enden zumeist in schweren Unfällen. Schwere Verletzungen bei den Motorradfahrern sind die Folgen. Motorradfahrer haben
im Gegensatz zu Pkw keine Knautschzonen.

Im Jahr 2012 gab es im Zuständigkeitsbereich der Landespolizeiinspektion Gotha (Ilmkreis, nördlicher Wartburgkreis und Landkreis Gotha) 128 Unfälle mit Beteiligung von Motorrädern. Dabei wurden vier Menschen getötet, drei Motorradfahrer und eine Soziusfahrerin. Wir wünschen den Motorradfahrern in der diesjährigen Saison stressfreie und vor allem unfallfreie Fahrten.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter Tel. Nr. 03621/781503 gern zur Verfügung.

Gemeinsame Pressemitteilung des LPI Inspektionsdienst Gotha, PI Arnstadt-Ilmenau, der PI Eisenach, und der KPI Gotha
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige