Wenn das Schulmaterial ausgedient hat: woran man beim Einkauf bereits denken sollte

Unbehandelte Stifte und Farben auf Wasserbasis gehören zu den Empfehlungen der AZB-Abfallberater für den umweltbewussten Einkauf von Schulmaterialien. (Foto: M. Nehring)
 
Das Tintenfass hat seit Luther in Eisenach eine Geschichte - es sollte auch eine Zukunft haben. (Foto: pixelio.de)
Eisenach. Schulanfangszeit ist Einkaufszeit. Mal ganz abgesehen davon, dass das junge Volk natürlich möglichst adrett zum Unterricht erscheinen möchte (die einschlägigen Bekleidungsgeschäfte sind also auch gefragt), verlangt auch der Schulbetrieb jede Menge an Material. Zum Beispiel betrifft das alles, was mit Schreiben zu tun hat, also Hefte und Schreibgeräte - letztere mit der passenden Füllung. Und es braucht Mappen, in denen die Stifte und Füller verwahrt, und Taschen, in denen die Mappen und Hefte, Bücher und Frühstücksbüchsen (auch das soll es noch geben) in die Schule transportiert werden.

Margarete Nehrig, Abfallberaterin beim Abfallwirtschaftszweckverband Wartburgkreis - Stadt Eisenach, sagt: "Bei der Anschaffung des Schulbedarfs bestimmen Schüler, Eltern und Lehrer, inwieweit künftige Abfälle vermieden und verwertet werden können." Und sie hat dazu eine ganze Menge Beispiele parat.

So gibt es etwa Schultaschen und Schreibmäppchen auch aus umweltfreundlichen Materialien wie Leder oder Leinen. Ein grell lackierter Buntstift ist natürlich cool, aber ohne das auffällige Outfit malt er genauso schön. Zum Schreiben Tintenpatronen zu verwenden ist üblich, man sie auch im Gros kaufen. Aber für die Umwelt ist die Benutzung von Kolbenfüllern besser, in die man die Schreibflüssigkeit aus dem Tintenfässchen hineinschnorchelt. Wegwerfkugelschreiber erscheinen zwar zeitgemäß, bei auswechselbaren Minen wird jedoch die Umwelt geschont.

Papier ist wertvoll, die Zeitungen können dieser Tage ein Lied davon singen, daher ist es ratsam, die Schulhefte bis zur letzten Seite zu beschreiben oder leere Blätter wenigstens für die unumgänglichen Schmierzettel zu verwenden. Und auch bei der Papierqualität gilt das Aufmerksamkeitsgebot - es sollte schon unbehandelt sein. So etwas gibt es im Fachhandel, und die dort gekauften Waren bieten in der Regel auch eine erfreuliche Langlebigkeit.

Radiergummis, denen ja ständiger Abrieb und damit Verschleiß vorherbestimmt sind, geben zum Nachdenken ebenfalls Gelegenheit. Das hier inzwischen gebräuchliche PVC ist nämlich nicht alternativlos, es kann auch umweltfreundlicher Kautschuk sein; umweltfreundlich wie Klebstoff und Korrekturflüssigkeit auf Wasserbasis.

Das alles kann man erlernen, in vielen Schulen lenken Lehrer die Aufmerksamkeit auf solche Themen, beispielsweise auf alles, was in Beziehung zu dem Stichwort geschlossener Wertstoffkreislauf steht. Interessante Projekte lassen sich zu diesen Fragen mit Sicherheit auch planen und durchführen. Aber eingekauft werden diese Waren schließlich in der Regel von den Eltern, und die können sich gern bei den Abfallberatern des AZV erkundigen.

Es ist durchaus hilfreich, auch über derartige Details nachzudenken, denn "viele kleine Dinge, an vielen Orten durch viele kleine Menschen können dazu beitragen, die Welt zu verändern"- so ein von Margarete Nehrig gern zitiertes chinesisches Sprichwort.

Kontakt:
Abfallwirtschaftszweckverband Wartburgkreis - Stadt Eisenach
Andreasstraße 11, 36433 Bad Salzungen
Öffnungszeiten: Di 9 - 12 Uhr, 13 - 15 Uhr Do 9 - 12 Uhr, 13 - 18 Uhr
Abfallberatung (Privathaushalte, Gewerbebetriebe, Einrichtungen, Schulen und Kindergärten) Tel. 03695/673404 und 03695/673470
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