Alle Achtung!

Tipps für die Wettkämpfe bekamen die Langensalzaer durch Magdalena Neuner (2.v.li.). (Foto: privat)
Groß war die Freude von 16 Sportlern mit Behinderung aus dem Unstrut- Hainich und Wartburgkreis, als sie am Freitag Richtung Heimat fuhren.
Mit 16 Medaillen im Gepäck kamen die Athleten von der größten nationalen Winterveranstaltung 2013 zurück, bei der 700 Menschen mit geistiger Behinderung teilnahmen.

Vom 14. bis zum 17.01.2013 fanden die Nationalen Special Olympics Winterspiele in Garmisch Partenkirchen statt. Mit zwei Bussen und ihren beiden Trainern Thomas Kitter und Annett Bochröder reisten Ilka Schneider, Anja Schoner, Juliane Beyer, Markus Kleindt, Jens Uwe Skibitzki, Timo Herold, Jens Walther, Daniel Poser, Oliver Jänicke, Andre Seidler, Steffen Höhn, Jan Degner, Alexander Nowak, Mike Baginski, Dirk Kömmling und Matthias Heinrich zu den Spielen, um im Skilanglauf ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Sechs Gold-, vier Silber- und sechs Bronzemedaillen heimste das Team aus Eisenach und Bad Langensalza ein und erntete so den Ruhm ihrer Familien, Freunde und Kollegen.

Am Montagabend wurden in einem feierlichen Akt die Winterspiele durch Frau Daniela Schadt (der Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck) im Skistadion eröffnet. Nach mehreren Showdarbietungen mit Tänzern, Musikakrobaten und Sängern wurde der Olympische Eid geschworen, die Fahne auf die Bühne getragen und das Olympische Feuer entzündet. Dann konnten die Wettbewerbe beginnen.

Nach einem Qualifizierungswettbewerb gingen die Läufer in unterschiedlichen Leistungsgruppen an den Start. In den kleinen Startfeldern bekam jeder Teilnehmer eine Auszeichnung. Aber nicht die Platzierung war entscheidend, für die meisten Sportler zählte allein das Motto der Special Olympics – Gemeinsam Stark. Wenn es auch nicht um sportliche Höchstleistungen und Rekorde im üblichen Sinne geht, so werden die Grundprinzipien des Sports hier gelebt und sehr emotional umgesetzt. An die eigenen Grenzen zu gehen, Regeln einzuhalten, Fairness walten zu lassen und Teamgeist zu praktizieren - das sind für Sportlerinnen und Sportler mit geistiger Behinderung große Anforderungen.

Mit welcher Begeisterung und Kampfgeist sie dies meistern und wie unbeschreiblich die Freude über jeden noch so kleinen Erfolg ist – das macht die Faszination von Special Olympics Wettbewerben aus, der man sich kaum entziehen kann. Dafür steht das Motto „Gemeinsam Stark“, das gleichermaßen Menschen ohne Behinderung anspricht und einbezieht. So bietet die Großveranstaltung neben den sportlichen Wettbewerben auch ein umfangreiches Rahmenprogramm zum Zuschauen und Mitmachen.
Bei den Winterspielen in Garmisch Partenkirchen erlebte man große Gefühle – bei Athleten, Betreuern, Trainern, Helfern und Besuchern.

Das Ziel von Special Olympics ist es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen und dies ist mit dieser Veranstaltung umgesetzt wurden. (Thomas Kitter)
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