Gegen Winterunfälle vorsorgen

„Wann kann ich wieder Fußball spielen?“ Louisa-Dorothee Hofmeister aus Wutha-Farnroda wird dank der Unfallchirurgen um Chefarzt Gregor Baumgarten die Verletzungen durch ein Foul bald überstanden haben.
Von Werner Kaiser EISENACH. Nicht nur, dass Straßen und Gehwege im Herbst und Winter tückisch glatt sein können, ob nun durch Schnee und Eis oder Laub, auch die veränderten Lichtverhältnisse, sprich die früher einsetzende und länger andauernde Dunkelheit bringen Gefahren mit sich. In dieser Zeit, so die Erfahrung von Gregor Baumgarten, dem Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Eisenacher St. Georg Klinikum, steigt die Zahl der Fälle in seinem Bereich um etwa 10 Prozent. Auch wenn oft nur Kratzer und Abschürfungen anfallen - gerade bei älteren Menschen führen Stürze nicht selten zu schwerwiegenden Verletzungen der Oberschenkels, der Schulter und der Wirbelsäule sowie von Hand- und Sprunggelenk. Jüngere Patienten hingegen kommen hauptsächlich mit Sportverletzungen zu den Medizinern. Gerade nach den Erfahrungen der letzten beiden Winter ist das Team von Gregor Baumgarten auf die zusätzlichen Anforderungen eingestellt. Zu ihrem Rüstzeug gehört inzwischen eine Reihe von neuen Behandlungsmethoden, zugleich haben sich die Hilfsmittel erheblich verbessert; dazu zählen die so genannten Orthesen in unterschiedlichen Passformen und Größen, mit denen verunfallte Körperpartien stabilisiert werden können. Wichtig ist zugleich, keine längere passive Phase eintreten zu lassen, sondern nach einer Unfallbehandlung den "reparierten" Körperteil baldmöglichst wieder sinnvoll zu belasten. Spätestens hier kommt die Sparte der leitenden Physiotherapeutin Ulrike Creutzburg vom Zentrum für physikalische und rehabilitative Medizin des Klinikums ins Spiel. Aber die Nachbehandlung kommt halt "danach" - besser ist die Prävention. Gerade ältere Menschen, so Gregor Baumgarten, sollten sich vor dem Verlassen des Hauses im Winter gedanklich auf die schwierigeren Bedingungen einstellen, auf warme Kleidung achten und Hilfsmittel wie Spazierstöcke oder Spikes nicht verschmähen. Zudem wird die Aufrüstung des Wohnumfeldes mit Bewegungsmeldern empfohlen; oftmals ist es der gewohnte Weg etwa zur Mülltonne, der sich plötzlich als gefährlich erweist. Auch die Physiotherapeuten können beitragen - etwa mit dem 10 Einheiten umfassenden Kurs "Sturzprävention im Alter" zur Kräftigung wichtiger Muskelgruppen. Wobei Ulrike Creutzburg die Interessenten darauf verweist, dass zumindest ein Teil der Kursgebühren von den Kassen übernommen wird. Kurz und gut, ob jugendliches Ungestüm oder Altersweisheit - man kann einiges vorausschauend angehen, aber auch bei ungewollten Un-Fällen mit Hilfe rechnen. Winter-Gefahren entschärfen Im St. Georg Klnikum ist man mit Fachleuten, Technik und Ratschlägen auf der Jahreszeit gemäße (Un)-Fälle gut vorbereitet .
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