Gold und Rekorde für Eisenach bei den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen

Die Eisenacher Rettungssportler in Bamberg.
 
Annalena Geyer: Deutsche Meisterin Rettungssport 2013
Bei den 41. Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen in Bamberg am vergangenen Wochenende war die Ortsgruppe Eisenach gleich mit 4 Einzelstartern und drei Staffeln unter den 2.000 Rettungsschwimmern aus ganz Deutschland vertreten.

Für Eisenach eröffneten Annabell Schleicher, Anna Müller, Antonia Schröder, Kristin Kannegießer und Lina Schröder mit der Staffel AK12 weiblich den Wettkampf. Auf der für sie ungewohnten Langbahn (50 Meter) klappten die technischen anspruchsvollen Wechsel reibungslos und die Eisenacherinnen platzierten sich auf einem beachtlichen 15. Rang.
Im Anschluss ging die Staffel Altersklasse 13/14 weiblich ins Wasser. Das Team fand sich erst 2013 neu zusammen. Somit hatten Celina Franz, Janika Bunk, Lea Senf und Sarah Salzmann nicht viel Zeit, um sich auf die hochtechnischen Disziplinen des Rettungssportes vorzubereiten. In der Staffel „4x 25 Meter Retten einer Puppe“ dient zum Beispiel eine zirka 40 Kilogramm schwere Rettungspuppe als Staffelstab. Mund und Nase der Puppe müssen wie im Ernstfall ständig über Wasser sein, sonst drohen Strafpunkte. Neben den Wasserdisziplinen müssen die Wettkämpfer ab der Altersklasse 13 auch ihre Kenntnisse der Herz-Lunge-Wiederbelebung an einer Übungspuppe nachweisen. Nur wer hier keine Fehler macht, kann die volle Punktzahl für eine gute Platzierung mitnehmen. Die jungen Damen erkämpften sich den 20. Platz.
Annalena Geyer, Darleen Eysert, Emily Fichtel, Ritva Anacker und Selina Urbach starteten mit einem Altersnachteil in der AK15/16 weiblich. Trotzdem steigerten sie sich in fast allen Disziplinen und verbesserte ihre Zeit zum Beispiel in der Rettungsstaffel, in der u.a. eine Teilstrecke von 25 Metern ertaucht werden muss, um fast zehn Sekunden. In der Endabrechnung belegten sie Rang 18.

Am zweiten Wettkampftag standen die Einzeldisziplinen auf dem Programm. Vier Eisenacherinnen hatten sich bei den Thüringer Meisterschaften für die größte Rettungssportveranstaltung der DLRG in Deutschland qualifiziert. Zusätzlich reiste Annalena Geyer als amtierende Deutsche Vize-Meisterin ihrer Altersklasse an.

Antonia Schröder konnte selbst auf der Langbahn ihre hervorragenden Zeiten der Landesmeisterschaften auf fast allen Teildisziplinen verbessern und belegte unter anderem durch ihre Stärke im kombinierten Schwimmen, bei der 25 Meter ohne Armtätigkeit in Rückenlage absolviert werden müssen, einen exzellenten 9. Platz.
Annalena Geyer ging als zweite der Meldeliste in den Mehrkampf der Altersklasse 15/16 weiblich. Diesen Platz konnte sie nach der ersten von drei Schwimmdisziplinen („100m Hindernis“) halten. Im Rettungsschwimmen werden die Punktbesten aus mehreren Teilwettbewerben ermittelt. In der AK 15/16 sind das neben der Hindernisstrecke „50m Retten einer Puppe“ und „100m Retten einer Puppe mit Flossen“. Die Punktevergabe richtet sich nach der erreichten Zeit in Relation zur Deutschen Rekordzeit. Und gleich zweimal brauste Beifall in der Schwimmhalle auf, als Annalena in beiden Puppendisziplinen eben diesen Rekord brach. Damit kletterte sie auf die oberste Stufe des Podests und wurde Deutsche Meisterin 2013 der Altersklasse 15/16 weiblich.
In der Altersklasse 17/18 weiblich ging Natalie Zidek trotz gesundheitlicher Einschränkungen in der Vorbereitung an den Start. Diese hielten sie allerdings nicht davon ab, gleich zwei Bestzeiten zu schwimmen und sich im zweiten Drittel des Starterfeldes zu platzieren.
Lisa Maria Martin (AK offen weiblich) reiste aufgrund ihres Studiums mit erheblichen Trainingsrückstand nach Bamberg. Zusätzlich musste sie sich in ihrer Altersklasse gegen die Damen der Nationalmannschaft, die im Juli diesen Jahres Staffelgold bei den World Games in Kolumbien gewonnen hatten, behaupten. Auf ihrer Paradestrecke „200m Hindernis“ verpasste sie mit Rang 4 das Treppchen nur knapp.

Der professionell von der DLRG Bundesjugend organisierte Wettkampf war das Highlight im Rettungsschwimmen in diesem Jahr. Die hervorragenden Ergebnisse dienen den Eisenacher Rettungssportlern und auch den Übungsleitern als Ansporn, ihre Trainingsarbeit und ihr ehrenamtliches Engagement mit aller Kraft fortzusetzen. 2014 möchten sie in Heidenheim wieder an den Start gehen.
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