Sportler der Kampfsportschule Berk waren in Top-Form

    Deutsche Meisterschaft im Kickboxen

Vom 11. bis 12. Juni 2016 fand die Deutsche Meisterschaft der WAKO in Bad Neustadt an der Saale statt. Insgesamt 616 Sportler von 116 verschiedenen Vereinen aus ganz Deutschland konnten sich für dieses Turnier im Vorfeld qualifizieren. Es war so organisiert, dass am Samstag (11.06.) die Kinder, Jugendlichen und Junioren (16 bis 18 Jahre) starteten und am Sonntag die Erwachsenen an der Reihe waren. Jeweils einen Tag zuvor war bereits die Gewichtskontrolle der jeweiligen Sportler. Daher reiste das Team der Kampfsportschule Berk schon am Freitagabend an, um über die Waage zu gehen. Die Südthüringer Sportler hatten alle ihr Gewicht für die jeweilige Gewichtsklasse und waren auch sonst gut vorbereitet.
Christ Schottmann (Leimbach) war bei der Deutschen Meisterschaft in Top-Form und holte sich gleich zweifach die Goldmedaille: Er konnte sowohl im Pointfighting als auch im Leichtkontakt-Kickboxen sämtliche Kämpfe für sich entscheiden. Schottmann startete im Pointfighting in der Klasse über 69kg, wo er erst Hueseyin Özdemir mit 5:3 Punkten und dann Elias Salim mit 12:2 Punkten besiegte. Er konnte in beiden Kämpfen immer wieder mit schnellen, präzisen Sidekicks treffen und kickte Özdemir mehrfach ins Aus, womit dieser nicht klar kam und disqualifiziert wurde. Im Leichtkontakt gewann der Leimbacher gegen Mike Siebers, Samuel Iuculano, Tim Grootherder und Steffen Denik. Alle Kämpfe konnte er hier mit einer einstimmigen Kampfrichterwertung von 3:0 für sich entscheiden. Schottmann zeigte auch erneut eine gute Beinarbeit, blieb aber variabel und zeigte einen exzellenten Kampfstil, wodurch er verdient zum zweiten Mal Deutscher Meister wurde. Stephan Hampl (Eisenach) wurde am Sonntag bei den Herren bis 63kg im Leichtkontakt Deutscher Meister, nach dem er im Finale gegen Stefan Niehaus alle 3 Runden für sich entscheiden konnte und somit souverän gewann. Er stoppte den Kontrahenten aus Lüdenscheid immer wieder mit schnellen Kicks und machte dann Druck mit offensiven Schlagserien, wodurch er immer wieder Punkte setzen konnte. Im Pointfighting unterlag der Eisenacher im Finale gegen Dominik Meyer mit 6 Punkten Rückstand. Zwar konnte Hampl in der ersten Runde gut vorlegen und seinen Gegner mit schnellen Techniken überraschen – dafür holte dieser im Anschluss auf und verwies Hampl auf Platz Zwei. Jean-Michel Brandt (Eisenach) wurde ebenfalls einmal Deutscher Meister und einmal Vizemeister: Im Pointfighting bei den Junioren bis 57kg konnte er das Finale gegen Jannis Meier vom Team Starfighter (TV Mallersdorf) mit 8:6 Punkten gewinnen. Er traf vor allem mit schnellen Fäusten – blieb aber variabel und machte es so seinem Gegner schwer, nicht getroffen zu werden. Mit dem Sieg im Finale ging zugleich die Goldmedaille an den Eisenacher, der sich nun „Deutscher Meister“ nennen darf. Im Leichtkontakt ging Brandt als Zweiter aus dem Finale hervor. Der Kontrahent (Dominik Hill) gewann den bis zuletzt spannenden Kampf mit einer Kampfrichterwertung von 0:3 – somit ging der Titel an den Sportler vom Verein „Tan Gun Sports“, Jean-Michel musste sich dieses Mal mit der Silbermedaille zufrieden geben.
Ebenfalls Silber ging gleich zweimal an Nicole Heiduck aus Dorndorf, welche bei den Junioren weiblich bis 50kg antrat. Sie konnte im Pointfighting zunächst gegen Ayla Yureklier aus Duisburg durch gute Kombinationen von Arm- und Beintechniken mit 10:7 Punkten gewinnen. Im Finale gegen Sare Nur Tasdemir lag die Dorndorferin in der ersten Runde vorne. Ihre Kontrahentin stellte dann jedoch den Kampfstil um und konnte so die bessern Punkte setzen. Der Endstand von 9:14 Punkten ging an die Sportlerin vom „KBT Kibo“, Heiduck wurde Deutsche Vizemeisterin. Mit der Silbermedaille ging Nicole Heiduck auch aus dem Finalkampf im Leichtkontakt. Sie kämpfte gegen Asude Dursun (Fighting Sports Team Becker) sehr gut, bekam allerdings einen Minuspunkt wegen „Exit“ (Verlassen der Kampffläche). Die Kampfrichter schienen ihr nicht wohlgesonnen, da einige Punkte nicht gewertet wurden. Verloren hat sie am Ende mit nur 1:2 Kampfrichterstimmen, was darauf deuten lässt, dass es eine knappe Entscheidung war und die Wertung beinah anders ausgefallen wäre. Auch eine knappe Wertung gab es im Leichtkontakt-Finale von Rizki Arifani (Eisenach), welcher bei der Jugend B bis 42kg antrat. Erst gewann der Eisenacher souverän den Kampf gegen Michael Henrich (3:0 Punkte). Den Finalkampf musste er dann gegen Nick-Anthony Dokuchayev vom FFT Schalm-Eder bestreiten. Rizki kämpfte gut, konnte mit sauberen Techniken Punkte setzen. Als es am Ende einen Gleichstand von 1:1 Punkten gab, mussten die Kampfrichter eine Entscheidung treffen, welche zu Gunsten des Sportlers des WAKO-Vizepräsidenten ausfiel. Rizki Arifani wurde somit Deutscher Vizemeister. Im Pointfighting ging es für ihn ohne Platzierung aus. Er gewann zwar mit 6:4 Punkten gegen Kevin Hänseler vom SV Brieselang e.V., schied dann aber nach der Niederlage gegen Amir Ismaili (2:5 Punkte) aus; Ismaili wurde später Dritter.
Bei der Deutschen Meisterschaft konnte außerdem Linda Neundörfer (Stadtlengsfeld) zweimal Bronze erkämpfen, einmal im Leichtkontakt und einmal im Pointfighting (A Jugend bis 47kg). Sie kämpfte gut. Besonders knapp war es im Leichtkontakt, wo sie mit nur 1:2 Kampfrichterstimmen gegen Kim Urhaas (Hara Köln) unterlag. Janice Stübling aus Kieselbach ging es ähnlich: Im Pointfighting bis 37kg zeigte sie einen super Kampf gegen Lucy Piezinski, in dem sie ihre Gegnerin mit 10:0 Punkten und sehr schnellen Armtechniken besiegte. Im Anschluss traf sie auf Teresa Lavecchia, welche einfach noch schneller war und mit 10 Punkten Vorsprung gewinnen konnte. Lavecchia wurde später Erste, während Stübling auf einem guten Platz 3 landete. Im Leichtkontakt ging sie ebenfalls mit Bronze aus. Hier traf Janice auf Melanie Schmidl (Hara Köln), die mit einstimmiger Kampfrichterwertung den Sieg verdient hatte. Jedoch war sie auch schwerer: Da in Janices Gewichtsklasse bis 37kg keine Gegnerinnen gemeldet waren, musste sie in der Klasse bis 42kg antreten. Dafür, dass die Gegnerinnen dort nicht nur schwerer waren, sondern auch größer, konnte die Sportlerin aus Kieselbach gut mithalten. Auch Jason Bätzel (Eisenach) ging mit dem dritten Platz aus: Im Pointfighting gewann er mit 10:5 Punkten zunächst gegen Sebastian Esterlein. Obwohl er seine Techniken clever kombinierte, traf er im Anschluss auf Anton Parschin – den späteren Gesamtsieger dieser Klasse, gegen den er sich mit 1:9 Punkten trotz guter Leistung geschlagen geben musste. Im Leichtkontakt ging Bätzel diesmal ohne Platzierung aus. Etwas Pech hatte Michael Steinicke (Schmalkalden) an diesem Tag, welcher am Sonntag bei den Herren im Leichtkontakt bis 84kg antrat. Er konnte die erste Runde gegen Marcel Demircioglu dominieren und ging in Führung. Dies konnte er jedoch nicht halten. Sein Gegner holte auf und entschied den Kampf letztlich mit 0:3 Punkten für sich.

Einer der letzten Kämpfe war noch das Finale von René Schabacker, welcher im Leichtkontakt bei den Veteranen bis 94kg antrat. Er verwies den Kontrahenten, Holger Erikens vom Kickboxteam Kainer („Franken Fighters“), souverän mit 3:0 Kampfrichterstimmen auf Platz zwei, während er sich zum Ende des Turniers die Goldmedaille erkämpfen konnte.
Die Athleten der Kampfsportschule Berk konnten mit ihren je fünf Gold-, Silber- und Bronzemedaillen den vierten Platz im Medaillenspiegel der Vereine erzielen. Angeführt wird die Liste von „Tan Gun Sports“ (Dortmund & Lünen), dicht gefolgt von „Hara Köln“ und dem „Falcon-Fighter-Team“ (Schwalm-Eder-Kreis). Eine tolle Bilanz unter 116 teilnehmenden Kampfsportschulen aus ganz Deutschland! Im Vergleich zum letzten Jahr konnten sich die Sportler deutlich steigern: Noch vor einem Jahr gab es für das Team von Michael Berk bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin fünf Mal Silber und 10 Mal Bronze.
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