Sportler der Kampfsportschule & Fitnessstudio Berk beim 41.Rennsteiglauf 2013

  Am 25. Mai 2013 fand der 41. GuthsMuths-Rennsteiglauf statt – wohl einer der schönsten und größten Landschaftsläufe Mitteleuropas. Nicht verwunderlich ist es also, dass mehr als 15.000 Teilnehmer aus 34 Nationen eine Streckenlänge von 72,7 km (Supermarathon), 43,5 km (Marathon) oder 21,1 km (Halbmarathon) in Kauf nahmen, um die Laufstrecke über den Rennsteig zu genießen. Unter den vielen Teilnehmern diverser Laufvereine waren auch vier Sportler der Kampfsportschule Berk mit dabei: Ina Sauerbrei (Dietlas), Willy Seelisch (Steinbach), André Benick und Jan Ulrich (Schmalkalden). Kämpfen, stand an diesem Tag auf dem Plan – aber nicht mit Fäusten, sondern gegen das Streckenprofil und die Zeit.
André Benick aus Kieselbach trat den Halbmarathon am Startpunkt Oberhof an und konnte seine Strecke in 01:56:31 bewältigen und schaffte es hiermit in der Altersklasse M40 auf Platz 235. Jan Ulrich und Willy Seelisch wagten die 43,5-Kilometer-Strecke. Jan Ulrich aus Schmalkalden bewältigte die Distanz in 3:55:16. Seelisch aus Steinbach benötigte mit 4:17:33 etwas länger, konnte sich jedoch um 25 Minuten im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Die längste Strecke überwand Ina Sauerbrei aus Dietlas. Sie berichtet selbst:

„Am 25.05.2013 stand ich in Eisenach am Start. Um 6.00 Uhr am Morgen wurde der Rennsteiglauf mit dem Glockenschlag der Kirchturmuhr eingeläutet. Mit rund 2000 Ultramarathon-Läufern machte ich mich zum zweiten Mal auf den 72,7 km langen Weg nach Schmiedefeld, dem „Schönsten Ziel der Welt“. Es war mein zehnter Rennsteiglauf. Nach fünf Mal Halbmarathon und drei Mal Marathon, ging es nun zum zweiten Mal auf die Supermarathonstrecke.
Nach einer schlaflosen Nacht und ein paar aufmunternden Worten von meinem größten Fan trabte ich los Richtung Nikolaitor. Das Wetter meinte es gut mit uns Läufern. Es waren schon sehr viele Zuschauer unterwegs, sie feuerten uns an und gaben uns Mut durchzuhalten.
Nach dem Tor bogen wir rechts ab, und von da an geht es fast 25 km stetig bergauf. Der Inselsberg ruft. Ich frage mich, wie konnte ich nur vergessen, wie steil und mühsam der Anstieg ist. Die Oberschenkel und Waden schmerzen etwas, aber es nützt nix, ich muss oben drüber. Die Vorfreude auf den Abstieg und das Treffen mit meinen Fans am kleinen Inselsberg lässt mich den Berg schadlos überwinden. Der Lichtblick nach dem ersten harten Drittel naht. Nach einer kurzen Verpflegung und ein paar liebevollen Umarmungen geht es weiter. Das nächste Etappenziel heißt Oberhof. Es rollt, der Rennsteig ist hier recht gemütlich wellig und lässt sich gut laufen.
Kilometer 37,5 die Ebertswiese, die Hälfte ist geschafft, ich überlege noch was ich jetzt zum „Mittag“ esse, da sehe ich in der Kurve meine Mädels, Margret, Anja und Sandra vom TAE BO-Kurs stehen. Die Freude ist groß - was für eine Überraschung! Sie begleiten mich 500 m und geben mir ein Stück Motivation für den weiteren Weg. Es geht weiter, ich erreiche den Grenzadler, hier ist ein offizieller Ausstiegspunkt. Das kommt für mich nicht in Frage. Nur noch ein kurzes Stück bis zum Rondell, da bekomme ich dann wichtige Unterstützung für die letzten Kilometer bis ins Ziel.
Es geht über die Fußgängerbrücke und ich freue mich sehr über bekannte Gesichter, hier warten André und Uwe auf mich. Von hier geht es jetzt auf das letzte und schwierigste Stück der Strecke. Nein, nicht das Profil ist schwierig, jetzt muss der Kopf mitspielen. Die Beine schmerzen und ich habe eigentlich keine Lust mehr zu laufen.
Zum Glück bin ich jetzt nicht mehr alleine, Uwe und ich traben vor uns hin, er muntert mich auf. Er erzählt mir, wie locker ich denn noch laufe, und, dass ich es schaffen werde. Ich kann nicht mehr antworten, möchte nur noch ins Ziel. Es dauert nicht lange und wir hören die Lautsprecherdurchsagen von Schmiedefeld, die nächsten bekannten Gesichter werden erspäht, meine Freundin Sabine und Mann Ole stehen hier. Es werden Fotos gemacht. Noch 500 m dann ist es geschafft. Gänsehaut überströmt meinen Körper und Tränen steigen in meine Augen, als ich auf der Zielgeraden bin. Ich nehme die Hand von meinem Freund und Laufpartner und laufe überglücklich über die Ziellinie. Nach 8 Std und 28 Minuten habe ich es geschafft, immerhin 20 Minuten schneller als im letzten Jahr. Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe, und traurig, weil es schon wieder vorbei ist. Ich danke allen, die mich immer unterstützen und meine Launen und meine Trainingspläne ertragen haben. Besonders der EINE, der immer an meiner Seite war. Nächstes Jahr werden wir zusammen den Rennsteig bezwingen. Jetzt wage ich mich mal in neue „Gewässer“. Triathlon soll es werden, bin gespannt, ob ich danach auch so süchtig werde.“
Weiter Informationen unter:
www.kampfspotschule-berk.de
www.sportsudio-berk.de
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