Thüringer Meister im Kickboxen wurden in Bad Salzungen ermittelt

    Am 22.05.2016 fand in Bad Salzungen die Thüringer Meisterschaft im Kickboxen statt. Ausgerichtet wurde das Turnier von der WAKO Thüringen i. G. und dem VfB 1919 e.V. Vacha in Kooperation mit der Kampfsportschule Berk in der Werner-Seelenbinder-Halle. 15 Vereine traten mit knapp 100 Sportlern und 130 Starts an, um die Thüringer Meister der jeweiligen Disziplin und Altersklasse zu ermitteln.
Es traten Vereine aus Zella-Mehlis, Erfurt, Ilmenau, Arnstadt, Bad Langensalza und Mühlhausen an – außerdem aus Dresden, Hosenfeld, Schweinfurt, Geiseltal, Kulmbach und 2 Kampfsportschulen aus Hannover, da die Turnierteilnahme auch für Sportler anderer Landesverbände offen war. Zudem 34 Sportler der Kampfsportschule Berk aus dem Wartburg-Kreis, Schmalkalden und Eisenach, welche in dem Starterfeld aus ganz Deutschland gut abschneiden konnten:
Eine sehr gute Leistung zeigte Rizki Arifani (Wildeck/Eisenach) bei der Thüringer Meisterschaft: Er gewann gegen Denis-Can Srbulovic (Sonkei-Dojo Hannover), gegen Nick Dubrau (Kampfsportakademie Dresden) und schließlich gegen Trainingskollege Jason Bätzel aus Eisenach, welcher somit Thüringer Vizemeister wurde. Arifani wurde Thüringer Meister bei der B-Jugend im Leichtkontakt bis 42kg. Jamie Colin Spohr (Barchfeld) wurde in dieser Klasse (bei den Kids bis 42kg) Dritter, nachdem er erst gegen Tim Ochmann (B.L. Sharks) gewonnen, später gegen Spohr verloren und in seinem letzten Kampf gegen Nick Dubrau gewonnen hat. Einige Sportler dieser Klasse traten ebenfalls im Pointfighting bis 155cm an. Auch diese Klasse war sehr gut besetzt. Jason Bätzel hätte sich hier fast den Titel geholt, hätte er nicht mit 3:6 Punkten gegen Denis-Can Srbulovic das Finale verloren. Er wurde somit Zweiter – dicht gefolgt von Jamie Colin Spohr (Platz 3). Im Leichtkontakt bei den Herren bis 94kg stach zudem Michael Steinicke (Schmalkalden) hervor, da er zahlreiche Kämpfe bewältigen musste, die er alle mit 3:0 Kampfrichterstimmen gewann (gg. Ramon Eisenhut, René Schabacker, Yevgeniy Yeromin) und sich somit den Thüringer Meistertitel mehr als verdient hat. Chris Schottman (Leimbach) wurde bei den Jugendlichen im Pointfighting über 165cm Vize-Meister. Die mit 11 Startern sehr gut gefüllte Klasse bedeutete zahlreiche Kämpfe für ihn: Er gewann mit 11:1 Punkten gegen Jeremy Abel (MAT Geiseltal), mit 6:4 Punkten gegen Rama Arifani (Kampfsportschule Berk, Eisenach), bevor er dann von Nick Adler (Sonkei-Dojo Hannover) mit 17:7 Punkten derjenige war, der sich geschlagen geben musste. Dadurch ging der Zweite Platz hier an den Leimbacher Sportler. Dustin Rabold aus Kieselbach trat in dieser Größenklasse ebenfalls an - der Kieselbacher wurde Dritter (gew. gg. Franz Jeanichen, MAT Geiseltal; verl. gg. Nick Adler, Sonkei-Dojo; gew. gg. Rama Arifani, Eisenach). Chris Schottmann konnte später das Finale bei den Junioren im Leichtkonakt gegen Erik Ott aus Ilmenau für sich entscheiden, sodass er es doch noch nach ganz oben auf das Siegerpodest schaffte. Auch Dustin Rabold betrat an diesem Tag ein weiteres Mal die Kampffläche und wurde Thüringer Vizemeister im Leichtkontakt-Kickboxen bis 69kg.
Im Pointfighting gab es im Finale bei den Herren bis 63kg ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei starken Athleten der Kampfsportschule Berk, Jean-Michel Brandt und Stephan Hampl, beide aus Eisenach. Brandt startet normalerweise bei den Junioren, also in der Altersklasse 16-18 Jahre. Da die dort gemeldeten Sportler teilweise nicht erschienen sind, trat er daher bei den Herren an. Mit 17:12 Punkten gewann Hampl im Pointfighting und wurde Thüringer Meister, während sich Brandt mit der Silbermedaille zufrieden geben musste. Die Eisenacher Sportler traten vorher im Leichtkontakt an, wobei jedoch der 1. Platz an Brandt ging – Hampl schied im Kampf um den Einzug ins Finale aus und wurde Dritter. Somit konnte sich jeder der beiden Sportler den Titel „Thüringer Meister“ sichern – nur eben in unterschiedlichen Disziplinen.
Linda Neundörfer aus Stadtlengsfeld wurde im Leichtkontakt in der Klasse über 47kg Erste, nachdem sie gegen Lara Krause (Kampfsportakademie Dresden) und Lisa Dietrich aus Kulmbach siegte. Nicole Heiduck (Dorndorf) holte sich den Meistertitel bei den Junioren unter 60kg, nachdem sie gegen Annette-To-An Nguyen (Kraftwerk Schweinfurt) mit 3:0 Kampfrichterstimmen gewann und im Finalkampf Trainingspartnerin Anna-Maria Hermann (Stadtlengsfeld) auf einen guten Platz zwei verwies. Nicole Heiduck gelang im Pointfighting erneut ein Sieg gegen Anna-Maria Hermann, gegen welche sie zuvor bereits im Leichtkontakt gewonnen hatte. Am Ende des Duells stand es 14:4 für die Dorndorferin, welche somit insgesamt 2x Gold holte. Janice Stübling (Kieselbach) holte sich im Entscheidungskampf gegen Steffi Freudenberg (Kampfsportakademie Dresden) mit 2:1 Kampfrichterstimmen einen knappen Sieg bei den Kids bis 37kg. Maike Fischer (Eisenach) gewann bei den weiblichen Junioren über 70kg knapp (2:1 Kampfrichterstimmen) gegen Anna Kleinert aus Erfurt, welche zwar deutlich leichter war, aber sehr gut gegen halten konnte. Gute Fortschritte führten bei Anja Schenner (Leimbach) im Leichtkontakt zum Sieg bei den Damen bis 55kg: Sie gewann das Finale gegen Hasheminia Mahbiz vom Kraftwerk Schweinfurt, welche zuvor den Kampf gegen Annika Jelsch aus Schmalkalden für sich entscheiden konnte und mit einem guten zweiten Platz ausging. Jelsch ging mit Bronze aus. Ebenfalls Bronze holten sich Willy Seelisch (Schmalkalden) bei den Herren bis 74kg im Leichtkontakt, Janice Stübling (Pointfighting bis 165cm) und Michael Steinicke gleich mehrmals bei den Herren: Pointfighting bis 84kg, Pointfighting über 94kg sowie Leichtkontakt bis 84kg. In dieser Klasse traten insgesamt 8 Starter an. Alexander Thieme vom Kenpokan Hannover wurde Erster, auf einen sehr guten Zweiten Platz kam René Witzmann (Eisenach), für welchen es eins der ersten Turniere überhaupt war.
Die Thüringer Meisterschaft wurde aufgrund der zahlreichen Starts bis in die frühen Abendstunden ausgetragen. Es lief alles reibungslos ab, dank der zahlreichen und motivierten Unterstützer und Helfer. Dieses Mal lief auch die Technik ohne Probleme – somit konnte das Turnier pünktlich starten. Die Sanitäter vom DRK Bad Salzungen hatten glücklicherweise auch dieses Mal nicht viel zu tun.
In der Medaillenstatistik lagen die Sportler der Kampfsportschule Berk auf Platz 1 (11x Gold, 8x Silber, 10x Bronze) – dicht gefolgt von „Sonkei-Sojo“ aus Hannover und dem MAT Schiller aus Geiseltal/Sachsen-Anhalt. Schade war, dass nur sehr wenige Sportler im Bereich Ringsport zur Thüringer Meisterschaft gemeldet waren (Vollkontakt, K1..). Die Ausrichter hoffen daher bezüglich der Beteiligung im nächsten Jahr noch auf eine Steigerung. Wo die Thüringer Meisterschaft nächstes Jahr stattfindet, steht jedoch noch nicht fest.
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