Eindrucksvolle Vorstellung

Natürlich hängt in dieser Gesellschaft alles vom Geld ab, das war den Leitungsmitgliedern des Eisenacher Seniorenverbandes klar, als sie vor einem Jahr das Thema „Neue Wege am Landestheater Eisenach“ für die Novemberveranstaltung 2015 planten. Sie ahnten aber nicht, dass die Zukunft des Hauses und seiner vorzüglichen Ensemble gerade in diesen Tagen eine außergewöhnliche Aktualität erlangen würde. Doch wer mit pessimistischen Erwartungen zur Veranstaltung im „Logotel“ erschienen war, hatte nicht mit Herrn Boris C. Motzki gerechnet. Seine bühnengerechte Stimme, die keines Mikrophons bedurfte, erreichte nicht nur akustisch die Gäste im hinteren Teil des Saales. Er suchte durch seinen Standort die Nähe zum Publikum, informierte es als Neu-Eisenacher auch über sein Vorleben: Studium von Theaterwissenschaft und Germanistik, Regisseur in Darmstadt und Mannheim, schließlich als freischaffender Regisseur in Eisenach, doch vor allem auch stellvertretender Intendant und Schauspielleiter. Mit seinem 6 Personen-Mini-Schauspielensemble, einer guten Mischung aus Eisenachern und Importen sowie gelegentlichen „Einkäufen“ konnte er nicht nur an erfolgreiche Eisenacher Tradition anknüpfen, sondern sogar zwei neue Reihen einführen – das „Frühstückchen“ und ein jugendlichen Nachtschwärmern gerechtes „Nachtprogramm“. An den bisher produzierten und von vielen Anwesenden erlebten Stücken, wie in „Der Geizige“ mit Heinz Rennhack, interessierten ihn Fragen der Grenzüberwindung. Mit leuchtenden Augen und Kopfnicken wurden auch seinen anerkennenden Bemerkungen zu den Leistungen des Balletts und der geschrumpften Landeskapelle zugestimmt. In der folgenden Stellungnahme zu den anstehenden Verträgen zwischen Land Thüringen und Eisenacher Theater ging er auf die 3 Modellvorschläge von Minister Hoff ein, die sowohl Erstrebenswertes als auch Nachteiliges enthalten und realistische Grundlage von Verhandlungen sein werden. Sicherheit für einen längeren Zeitraum und Tariflohn seien gerechtfertigte Ziele, eine musikalische Zusammenarbeit mit Gotha erschien ihm, wie auch den Senioren sehr vorteilhaft, während sich der Verlust der Schauspielproduktion und die Schließung der Werkstätten nachteilig auf die lebendige Beziehung zwischen den Menschen und ihrem Theater auswirken könnten. Sie hatte sich erst kürzlich bei der großartigen Teilnahme an der „Schal-Aktion“ gezeigt. Als noch wichtiger bezeichnet der Theatermann den Besuch der Veranstaltungen und das Wirken als Multiplikatoren.
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