Freude am alten und neuen Leben

Der Journalist, Kulturredakteur und Ruheständler Henryk Goldberg hat trotz seines Abschieds aus dem offiziellen Berufsleben Zeit gefunden für ein Gespräch im Eisenacher Seniorenverband BRH, für eine Plauderei über sein Leben und seine Kolumnen. Da die Ankündigung auch viele Gäste angelockt hatte, konnte der Veranstaltungsraum im „Logotel“ trotz seiner Länge die Zuhörer kaum fassen. Sie füllten jede Lücke aus mit den zusätzlichen Stühlen aus der Gaststätte. Wohl oder übel musste der Redner zum ungewohnten Mikrofon greifen, um einigermaßen verstanden zu werden. Gewöhnungsbedürftig war für ihn auch, sich in einer „Mischung aus Ehrlichkeit und Eitelkeit“ nun selbst der Altersgruppe „Senioren“ zugehörig zu bekennen. Er verschwieg aber auch nicht den Vorteil, den er nun aus dem Umstieg vom angestellten Journalisten auf den freien Publizisten zieht. Zuvor hatte er schon über sein wechselhaftes Leben berichtet, wie er zu seiner Lieblingsbeschäftigung - dem Schreiben kam, welche Befürchtungen den Journalisten bei seinen literarischen Ausführungen beschleichen können, wie notwendig der Kontakt mit den Lesern und Ehrlichkeit beim Schreiben ist - was mitunter sogar Mut erfordert. Er bekannte auch, wie schwierig Reportagen manchmal sind, wenn es wie in „Des Menschen Würde“ um eine Todkranke geht. Doch die zahlreichen Textbeispiele, die er aus seinem Buch vorlas, die Selbsterlebtes widerspiegeln, regten eher zum Nachdenken oder Schmunzeln an, wobei seine lockere, natürliche Sprache einen großen Anteil am Gefallen hat. Wir wünschen Henryk Goldberg, dass er weiter mit Freude schreibt, damit wir ihn weiter mit Freude lesen können.
I. Heilemann / Fotos: Heilemann u. Weber
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