„Sicher leben als Senioren“

„Sicher leben als Senioren“, das war nicht nur das Thema der Mai-Veranstaltung des Eisenacher Seniorenverbandes BRH, sondern wie Gesundheit ein Herzenswunsch aller Teilnehmer. Beides ist nicht selbstverständlich, sondern erfordert den Beitrag und entsprechendes Verhalten von jedem Einzelnen. Wir leben seit einem Viertel-Jahrhundert in einem der reichsten Länder, in einem weltoffenen Einwanderungsland, das zahllosen Flüchtlingen in ihrer Not eine neue Heimstatt zu bieten versucht. Die einstige Idylle und Vertrautheit, die die meisten Menschen geprägt hat, ist damit vorbei, zumal jetzt die sozialen Diskrepanzen im Inneren und nach außen aggressives Verhalten und Begehrlichkeiten provozieren. Wie gefährlich Sorglosigkeit sein kann, veranschaulichte unser Gesprächspartner, Hauptkommissar Günther von der Polizei-Direktion Gotha, an vielen Beispielen aus seinem großen Thüringer Verantwortungs- und Erfahrungsbereich. Manche Vorfälle waren uns schon aus der Zeitung bekannt, aber es ging Herrn Günther auch vor allem darum, die Zusammenhänge aufzuzeigen, über die alten und ständig neuen Tricks der Einzeltäter und Verbrecherbanden aufzuklären - kurz, für die heutigen Gefahren zu sensibilisieren. Als besonders wichtig legte er uns an Herz, im Internet und bei Gesprächen mit Fremden keine persönlichen Daten preiszugeben, Ausweise immer sorgfältig zu prüfen, die Eingangstür zu sichern und Fenster nicht gekippt lassen, Wachsamkeit unter Nachbarn zu vereinbaren und nicht alleine unterwegs zu sein, einen potentiellen Helfer direkt anzusprechen, selbst bei fremden Notlagen nicht gleichgültig wegzusehen und 110 anrufen. Der zunehmende Gesprächscharakter der Veranstaltung ermutigte zu Fragen und eigenen Beiträgen. Darunter war auch die dramatische Schilderung einer geistesgegenwärtigen, resoluten fast Neunzigjährigen, der beim Umsteigen auf dem Leipziger Bahnhof der Koffer entrissen wurde. Dank guter Beschreibung und des kombinierten Großeinsatzes von Bahnpersonal und Polizei erhielt sie den Koffer, in dem sie alle wichtigen Papiere, Geld und Wertsachen, statt im Handtäschchen verstaut hatte, unversehrt zurück. Der Hauptkommissar stand noch für persönliche Gespräche zu Verfügung und hinterließ zahlreiches Aufklärungsmaterial zur Mitnahme und späterer Erinnerung. I. Heilemann
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