Wertvoller Vortrag über eine besondere Donaureise

Seit Monaten wird man in den Nachrichten mit dem Begriff „Balkanroute“ konfrontiert. Fast täglich wurde man dazu in Wort und Bild über Hindernisse und unmenschliche Bedingungen unterrichtet, die den Kriegsflüchtlingen den Weg in die Sicherheit erschweren und versperren. Der Bericht von Dr. Manfred Günther beim Eisenacher BRH musste nicht als Reisewerbung angesehen werden, konnte aber die Augen öffnen über die heutigen Zustände in unseren ehemaligen Bruder- und Reiseländern, auch im Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen. - Das ist das Besondere an Dr. Günthers Donaureise. Die Reise selbst war schön und sehr interessant: 18 Tage an Bord, 4500 km auf einer Wasserstraße, die 10 Länder verbindet und fünf Hauptstädte durchfließt, prachtvolle Bauten vor allem in Wien, Budapest und Istanbul, schöne Flusslandschaften und die gewaltigen Stauanlagen am „Eisernen Tor“, das riesige Schutzgebiet des Donaudeltas und schließlich noch der Blick über den menschenleeren Strand auf das Schwarze Meer. Menschenleer wie noch andere Strände war auch manche prächtige Großstadtstraße, womit sie die unvorstellbare Armut, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit der meisten Menschen dieser Länder widerspiegeln. Neben den Problemen, die sich aus der Politik von EU und NATO ergeben, wirken sich damit auch ungelöste Probleme des 19. und 20. Jahrhunderts aus. So ist in Ungarn eine Partei legal, die ähnlich wie Hitler die Judenvernichtung im großen Stil betrieb – statt in Gaskammern, wurden sie zum Ersaufen in die Donau getrieben. In Bulgarien wurde in jüngster Zeit aus Mangel an geeigneteren Finanzquellen der größte Teil von Grund und Boden an ausländische Unternehmen verkauft, die auf riesigen Flächen Ölpflanzen zur Spritgewinnung anbauen - 132 Dörfer sind nun verweist. Dagegen tritt die Slowakei in jeder Hinsicht als positive Ausnahme in Erscheinung und Bratislava als schöne und lebendige Stadt. Das ärmste Land der Balkanregion ist Moldawien. Aber das mittelgroße Flussgastschiff war aber moldawischer Herkunft, wie auch die gesamte Mannschaft. Da sie alle mit den deutschen Gästen deutsch sprachen, war natürlich die Verständigung sehr gut. I. Heilemann
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