Ansichtssache...

Familienhochzeit 1910
Ja, das Thema: „Wer sind wir, wo kommen wir her?“, beschäftigt viele Menschen.
Die Vererbungslehre ist nicht unumstritten, aber irgendwas wird wohl stimmen. Selbst im Konfliktfall bemüht man die Familienbande. Bei „Familienaufstellungen“ soll der zwischenmenschliche Frieden wieder hergestellt werden. Fremde Personen verkörpern die Familien und sollen durch die Aufstellung die Eigenschaften der originalen Familienmitglieder annehmen. Das ist ebenfalls umstritten, aber manchmal hilft es.
Auch in meiner Familie schauen die Lieben ins Babykörbchen und orakeln, wem der neue Erdenbürger ähnelt.
1855 wurde meine Urgroßmutter Elise geboren. Vom Dienstmädchen zur kinderreichen Mutter, hatte sie den üblichen Lebenslauf einfacher Frauen in dieser Zeit. Was sie von anderen unterschied war die Tatsache, dass sie die Welt besser machen wollte. 1898 gründete sie in Eisenach das „Schnuzenkommitee“, damit Frauen sich regelmäßig treffen und organisieren konnten. Sie hätte mich, die Urenkelin, so gerne erlebt, leider starb sie 4 Wochen vor meiner Geburt. Elises Hobby war die Fotografie. In zahlreichen Bildern ist das Leben der Familie dokumentiert. Diese historischen Zeitzeugen habe ich kürzlich der Beratungsstelle im Thüringer Volkskundemuseum vermacht.
Von Anfang an behaupteten viele Verwandten von mir: „Sie ist 100% Uroma Elise.“ Jetzt habe ich den Verdacht, dass ich meine Eigenschaften an meine Enkelin Freya weitergab. Ob`s stimmt? Vererbung ist das ewige Rätsel.
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