Besuch im Druckhaus

  Wie eine Zeitung gemacht wird…
erfuhr die 30-köpfige ver.di-Seniorengruppe in einer 1,5-stündigen Führung. Die Mitarbeiterin des Druckhauses, Bereich Öffentlichkeitsarbeit, Frau Susanne Rademacher, führte sehr kompetent durch das Druckhaus. Bei allem, was Zeitungsdrucker tun müssen, haben sie das veränderte Mediennutzungsverhalten durch die Digitalisierung der Medien bei ihren Dienstleistungen für die Kunden zu berücksichtigten. Frau Rademacher wies hier auf das unterschiedliche Verhalten der Generationen hin. Es gilt die Welt von Digital und Print. Noch lesen 80% der Bundesbürger Zeitung. Daraus leitet sich ein Qualitätsanspruch ab.
Der Zeitungsdruck beginnt mit den vier Druckplatten. Diese Druckplatten aus Aluminium werden in einer CIP-Anlage belichtet. Die einzelnen Druckgrundfarben sind Cyan (Blau), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Black (Schwarz). Dadurch werden die Zeitungen immer bunter. Für den Druck einer Zeitung benötigt man ca. 3.000 Druckplatten. Im Anschluss sahen wir die Farbkanister. Es werden für eine Zeitung 1,5 Tonnen Farbe benötigt. Die fertigen Druckplatten werden in Rotationsmaschinen eingespannt, um mit dem eigentlichen Druck zu beginnen.
Unter den Seniorinnen gab es ehemalige Mitarbeiter des Druckhauses. Sie staunten, wie viel sich inzwischen verändert hat. Das Druckzentrum Erfurt gehört zur Funke-Medien-Gruppe. Große Papiermengen werden für den Zeitungsdruck benötigt. Wir standen in dem großen Saal und schauten auf die aufgetürmten Papierrollen. Es sah aus wie eine futuristische Landschaft. Der Mensch braucht Erinnerung; deshalb entstand hier das Gruppenfoto. Frau Rademacher wies uns auf die unterschiedlichen Zeitungsformate hin. So gibt es unter den Vollformaten z.B. das Rheinische und das Berliner. Es gibt auch Halbformate. Die ganze Zeit hatte ich einen Wilhelm-Busch-Text im Ohr:
„…sie saßen bei der Frühstücksbereitung,
er las in der Rheinischen Zeitung und
teilte kaum etwas mit…“
Das wird ja hoffentlich nicht am Rheinischen Vollformat gelegen haben?
Pro Woche werden im Druckzentrum Erfurt ca. 1,5 Mio. Zeitschriften „Thüringer Allgemeine“, Thüringische Landeszeitung“, und „Ostthüringische Zeitung fertiggestellt. Diese Zeitschriften werden nachts gedruckt. Vormittags wird der „Allgemeine Anzeiger“ produziert.
Als wir die Druckhalle besichtigten, liefen die fertigen Zeitungen einzeln an den Förderbändern hängend durch den riesigen Saal, bis sie zu Paketen einschließlich der Werbeblätter abgepackt werden. Die Zeitungszusteller unter uns sind neugierig geworden. Es ging darum, wie die fertigen Pakete sicher bei ihren Ankommen können, denn am Ringelberg sollen Zeitungspakete noch vor der Zustellung verschwunden sein. Am Ende gewannen die Besucher den Eindruck, was immer im Erfurter Druckhaus produziert wird, es hat Qualität. An diesem superheißen Tag herrschte im Betrieb auch ein gutes Klima, keiner hatte Kreislaufprobleme.
Zum Schluss möchten die ver.di-Senioren Frau Susanne Rademacher für die interessante Führung danken und Frau Petra Hilbig-Büttner, Vorsitzende des Seniorenortsverbandes, für die gute Jahresplanung der Veranstaltungen, Frau Helga Schwuchow von ver.di gilt unser Dank, für die Vorbereitung unseres Besuches im Erfurter Druckhaus.
Zum Schluss noch ein Tipp, der Eiskaffee in der Kantine schmeckte göttlich.
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