Beten

Mobiltelefone bieten einen Notruf-Service. Ohne Eintippen der Geheimzahlen geht der SOS-Ruf an die Notruf-Zentrale. Von der Autobahn, aus der Wohnung und vom Wanderweg in den Bergen können wir einfach Hilfe erbitten. Die Technik ist so eingerichtet, dass es problemlos funktioniert. Nur telefonieren müssen Sie selbst, sonst nützt das beste Mobilteil nichts.

SOS - save our souls - ist der internationale Notruf: Rettet unsere Seelen! Wussten Sie, dass auch die Bibel eine Notruf-Verbindung anbietet? Wählen Sie "PS5015" und lesen Sie Psalm 50,15: "Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen." Das klingt gut. Gott verspricht Hilfe, wenn Menschen in Not sind. Die Leute sollen anrufen und sich melden. Wann haben Sie zum letzten Mal mit dem Himmel gesprochen?

Jeder kann mit Gott reden, ohne Kirche, ohne Kniefall, ohne Kenntnis religiöser Formeln. Manche denken erst im Krankenhaus wenige Stunden vor der Operation an Gott oder erinnern sich am Grab der Eltern an das Gebet. Gut, dann beten Sie in diesen Momenten. Gott wartet nicht auf eine Entschuldigung. Sie müssen ihm nicht erklären, warum Sie sich so lange nicht gemeldet haben. Der Notruf-Zentrale müssen Sie das auch nicht sagen. Sprechen Sie über Ihre Sorgen. Und reden Sie mit Gott, selbst wenn es keine Probleme gibt. Beten ist Reden mit Gott und Hören, am besten täglich. Gesegnete Zeit.

Egmond Prill Theologe & Journalist leserpost@allgemeiner-anzeiger.de
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
13.458
Uwe Zerbst aus Gotha | 02.06.2011 | 18:57  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige