Blasmusik ist in - weiß die Heimatkapelle Finsterbergen und beweist das am Sonntag zum Musikfest

Die Heimatkapelle Finsterbergen verbreitet mit ihrer Blasmusik überall gute Laune. (Foto: Michael Brutz)
 
(Foto: Michael Brutz)

Die Musiker der Heimatkapelle Finsterbergen fiebern dem kommenden Sonntag (21. Juni) entgegen: Dann feiern sie gemeinsam mit anderen Thüringer Kapellen nicht nur ihr Musikfest, sondern auch die Tatsache, dass es das Fest nun seit zehn Jahren gibt. Siegfried Kühmel ist mit seinen 70 Jahren das älteste Mitglied der Heimatkapelle, war jahrelang ihr Leiter, er spielt Posaune, moderiert, singt manchmal, kümmert sich um das Organisatorische und kennt zehn gute Gründe dafür, dass Blasmusik gar nicht angestaubt ist:

1.

Was so lange währt, kann nur gut sein: 1946 gründeten sieben Jungs in Finsterbergen die Kapelle, sie wird also nächstes Jahr 70. Und dass es das Musikfest nun schon zehn Jahre gibt, spricht ebenso für sich.

2.

Blasmusik ist und macht vor allem eins: gute Laune. Sie ist viel mehr als nur Dicke-Backen-Musik. Die Finsterberger haben es drauf, sie spielen außer den obligatorischen Märschen Blasmusik aller Couleur. Zum Beispiel Musik von Udo Jürgens, Carlos Santana, den Beatles, James-Last-Songs, Musicalmelodien, irische Lieder und mehr.

3.

Mit dem Friedrichrodaer Bürgermeister hat die Heimatkapelle nicht nur einen Schirmherren für das Musikfest gewonnen, sondern einen echten Fan und Kenner auf ihrer Seite. Thomas Klöppel spielte selbst jahrelang im Schauorchester Weimar.

4.

Die Heimatkapelle ist ein sehr rühriger Verein. So sorgt sie mit ihrem musikalischen Leiter Thomas Gessert am Sonntag nicht nur für Musik, sondern kümmert sich auch um alle, die zum Gelingen des Festes beitragen, ob als Mitwirkende oder Helfer am Rande. Und der gute Hans-Joachim Frank, von allen 'Jule' genannt, pflegt extra die Blumenpracht rund um den Konzertplatz.

5.

Die Mischung ist ideal: Jung und Alt machen gemeinsam Musik. Das Durchschnittsalter der Finsterberger Heimat-Kapellisten beträgt 36 Jahre, der Jüngste ist 16 Jahre alt. Auch die Frauenquote stimmt.

6.

Blasmusik geht also auch den Jungen ins Ohr, man muss sie nur erreichen. Seit es keine Schule mehr in Finsterbergen gibt, ist es schwieriger geworden mit der Nachwuchssuche. Zehn- bis Zwölfjährige sind herzlich willkommen, können hier sofort loslegen mit dem Blockflötespielen- und Notenlernen. Wenn sich etwa fünf Neue finden, kommt sogar extra ein Musiker von der Thüringen Philharmonie Gotha her, um sie vor Ort zu unterrichten. In der Kapelle muss man übrigens nicht unbedingt ein Blasinstrument spielen, auch Schlagzeuger und Gitarristen sind immer gefragt.

7.

Musik verbindet. Zum Fest sind rund 200 Musiker diverser Formationen dabei. Besonders freuen sich die Finsterberger auf ihren Freund und Gast-Musiker Jack Harrison. Den Engländer, der an der französischen Atlantikküste lebt, hatte vor Jahren ein Lehreraustausch nach Gotha verschlagen. Der Vollblutmusiker schloss sich der Heimatkapelle an und reist noch heute, als Pensionär, ab und zu nach Finsterbergen, um mitzuspielen. Geheimtipp für Sonntag ist der gemeinsame irische Song.

8.

Die Kapelle steht für Bewahrung von Heimatgefühl und Tradition: Natürlich spielen sie den einst von Johannes Kunze komponierten und arrangierten Marsch „Gruß an Finsterbergen“ und ein zweites Finsterberger Heimatlied.

9.

Thüringen ist Blasmusikland. Natürlich kann sich das kleine Bundesland nicht mit Bayern und Südtirol messen, aber es gibt hierzulande etliche Blasmusik-Kapellen.

10.

Wer noch kein Blasmusikfan ist, sollte einfach offen sein für neue Erfahrungen und sich von der Gute-Laune-Musik inspirieren lassen. Außerdem gibt es auch etwas fürs Auge: Der Kurpark Hüllrod gilt als schönstes Eckchen der Gegend, ist eine echte Oase.

Termin:


Zehn Jahre Musikfest der Heimatkapelle Finsterbergen: Sonntag, 21. Juni, Kurpark Hüllrod


Programm: 10 Uhr Oldie- und Jugendfanfarenzug Friedrichroda, 10.20 Uhr Eröffnung, 10.30 Uhr Heimatkapelle Finsterbergen, 11.45 Uhr Blasorchester des Gymnasiums Gebesee, 13 Uhr Jugendblasorchester Wölfis, 14 Uhr Blasorchester Wölfis, 15.15 Uhr Schauorchester Weimar, 17 Uhr Kleinschmalkalder Blasmusik, 18 Mundharmonikafreunde Friedrichroda, 18.30 Uhr Trachtengruppe Finsterbergen, 19 Uhr Finsterberger Blasmusik
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