Blau und tödlich geht es in Felix Leibrocks Weimar-Krimi zu

Dr. Felix Leibrock bei einem Besuch in Erfurt. Dort hat er sein Buch bereits in einer Lesung vorgestellt.
 

Dr. Felix Leibrock lässt seinen neuen, gerade erschienenen Kriminalroman "Todesblau" in Weimar spielen.



Eine Leiche, die einer 83-jährigen Frau. Polizist Sascha, der aus Berlin in die Heimat zurückkehrt. Mandy, Hauptkommissarin und einstige Schulfreundin Saschas. Ein Gemälde, das verschwindet und sich als wertvolles Feininger-Bild entpuppt. Die Farbe Blau. Nazizeit, DDR-Kinderheim. Eine zweite Leiche. Und ganz viel Weimar. Mit Straßen, Plätzen und Landschaft ringsherum, mit Menschen, die hier zu Hause sind. Die „nüscht“ sagen, wenn sie „nichts“ meinen und ihren Gesprächspartner verblüffen, wenn sie ihn in der dritten Person ansprechen. Thüringer eben. Das sind die Zutaten für Felix Leibrocks Krimi „Todesblau“. Er muss einfach in Weimar spielen. „Ein mythischer, magischer Ort, der sehr viel hergibt. Dazu fällt mir ganz viel ein“, schwärmt der Mann, der hier jahreland als Pfarrer und Kulturdirektor gearbeitet hat und so an der Stadt hängt, dass er trotz seines Jobs in München mit der Familie hiergeblieben ist. Eigentlich fühlt er sich längst schon als Thüringer. Hier gibt man sich noch die Hand, und außerdem sind die Zimmertemperaturen höher, sagt er lachend, nicht mehr fröstelnd. Also München und Weimar. Dann pendelt er eben. Reisen bildet, unterwegs zu sein bringt immer auch so viele gute Gespräche, Inspirationen, neue Ideen.

Schreiben ist seins



Im Schreiben ist Dr. Felix Leibrock ein alter Hase. Fünfzehn Bücher in fünfzehn Jahren. Romane, Geschichten zur Nacht, zwischendurch ein Musical, auch schon mal ein Krimi. „Krimi ist schon meins“, gibt der Autor zu und genießt es, für „Todesblau“ zum ersten Mal mit einem wirklich großen Verlag zusammenzuarbeiten. Ein Agent war auf ihn aufmerksam geworden, wollte ihn unbedingt haben. Ein Ritterschlag für einen Schreiber. Vor allem, wenn er sich nur nebenbei dieser Leidenschaft widmet. „Mein Urlaub geht komplett drauf, wenn ich schreibe“, verrät Felix Leibrock, wann er seine kriminelle, sprich kriminalschriftstellerische, Ader auslebt. Die Familie kennt das schon und lässt ihn gewähren. Felix ist im Krimifieber. Manchmal wäre er es gern immerzu, so wie Stephen King, den er seit langem schon verehrt und der nichts anderes tut als zu schreiben. Ein Traum für Felix Leibrock.


Manche, so überlegt er, unterschätzen das Genre. Natürlich, hier wird nicht wie anderswo großartig mit der Sprache experimentiert. Aber auch in einem Kriminalroman lässt sich so vieles unterbringen, Wichtiges sagen. Die Hauptsache allerdings ist die Geschichte selbst. So spannend wie möglich muss sie sein, der Leser soll das Buch am besten gar nicht mehr aus der Hand legen. Wenn er dann noch Dinge entdeckt, die er kennt oder kennenlernen kann, ist er glücklich. Regionale Krimis, weiß Leibrock, sind im Moment die angesagtesten. Auch Weimar-Touristen fragen immer wieder nach Spannung aus der Goethestadt.


Es wird auch weiter spannend zugehen. Sein nächster Weimar-Krimi, wieder mit Sascha und Mandy, ist fast fertig. Ein bisschen recherchieren und nachhaken muss Felix Leibrock allerdings noch. „Ich habe gleich zwei Termine, mit einem Herzchirurgen und mit einem Tiefkühltechniker“, erklärt er, dass auch in der neuen Story alles Hand und Fuß haben muss. Das ist ihm wichtig. Genau wie in „Todesblau“.



Mehr zu Felix Leibrock:



Felix Leibrock wurde 1960 in Neunkirchen/Saar geboren. Er studierte Germanistik und Geschichte sowie Evangelische Theologie, arbeitete als wissenschaftlicher Angestellter, war Antiquariatsbuchhändler und selbstständig. Dr. Felix Leibrock war Pfarrer in Weimar und Apolda, Stadtkulturdirektor in Weimar, außerdem jahrelang Sprecher des „Augenblick mal“ und der „Gedanken zur Nacht“ beim MDR. Seit Jahren eröffnet er die „Erfurter Herbstlese“. Heute ist er Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks München e.V. und gehört zur Evangelischen Redaktion bei Antenne Bayern, schreibt außerdem Bücher, Libretti und Zeitungsartikel. Felix Leibrock lebt in München und in Weimar. Er mag Schafe, Eisenbahnzüge in der Landschaft und Menschen mit Visionen.


Lesungen in Thüringen:



- Jena: 19. Juni, 20.15 Uhr, Universitätsbuchhandlung Thalia, Neue Mitte, Leutragraben 1


- Hildburghausen: 27. September, 10 Uhr, Buchhandlung am Markt


- Weimar: 23. Oktober, Buchhandlung Thalia, Schillerstraße 51


Das Buch:



Felix Leibrock „Todesblau“, Knaur Taschenbuch, ISBN 978-3-426-51616-4
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige