Depeche Mode in Erfurt: Fotos aus der Messehalle, die bis zum Bersten gefüllt war

Ausstrahlung, Charisma: Dave Gahan ist für viele weibliche Fans der Traumtyp schlechthin. Fotos: Axel Heyder
Erfurt: Messe | "Dass sich solche Weltstars nicht zu schade sind, nach Erfurt zu kommen", sagte mein sichtlich beeindruckter Kumpel während des Konzertes von Depeche Mode in der Erfurter Messehalle. Er hatte sie schon im Sommer in Leipzig im Stadion gesehen. Er ist kein Hardcore-DM-Fan, aber zweimal im Jahr können sie ihn mindestens vom Hocker hauen.

12.000 Menschen in der Messe, das klingt ersteinmal viel. Aber DM füllen noch viel größere Hallen. Stadien machen sie voll. Und bei Erfurts vergleichsweise kleiner Messehalle ist die Sache bei dieser Produktionsgröße wohl sicher an der Grenze der Wirtschaftlichkeit.

Aber - sie kommen immer wieder nach Thüringen. Schon beim letzten Mal, 2011, haben sie drei Tage hier verbracht, gingen Premier-League gucken in kleinen Sportsbars und thüringisch essen, Martin war im Sportcenter und trainierte und bummelte über den Weihnachtsmarkt. Die britschen Weltstars machen offenbar mit Absicht gerne länger halt in Erfurt. Im kleinen Café Hilgenfeld tranken sie Kaffee, kaum einer registrierte das.

Auch 2013 war es mehr als nur: Landung, Hotel, Halle, Abflug. Von Samstagnachmittag bis Montagmorgen. Wieder mit Essengehen und sicher dem obligatorischem Bummel über den Weihnachtsmarkt. Irgendetwas hat dieses Stadt richtig gemacht, jedenfalls in den Augen dieser Weltstars.

Musikalisch war es eines der ruhigsten Konzerte, das ich bisher gesehen habe, schon was die Songsauswahl anging. Das hielt die Menschen in der Halle jedoch nicht davon ab, einfach doppelt soviel Gas zu geben, zu singen, zu tanzen, jede Textzeile aus dem Mund sprudeln zu lassen. "I just cant get enough of Depeche Mode" hieß es auf einem der Spruchbänder. Zwei Stunden zehn Minuten. Und die Fans hätte sich auch noch zwei Stunden DM gegeben.

Eine Unsitte der Fans hat sich allerdings eingeschlichen: statt das Konzert zu genießen, halten sie ihre Handy in die Luft, versuchen sich dann zu Hause mit schlechtem Bild und schlechtem Ton das anzuschauen, was sie in der Halle doch live vor sich hatten, aber vor lauter Filmerei gar nicht genossen haben.

Setlist DM 2013: Welcome to My World, Angel, Walking in My Shoes, Precious, Black Celebration, Should Be Higher, Policy of Truth, The Child Inside, But Not Tonight, (Martin akustisch), Heaven, Soothe My Soul, A Pain That I'm Used To, A Question of Time, Enjoy the Silence, Personal Jesus, Zugabe 1: Shake the Disease (Martin akustisch), Halo, Just Can't Get Enough, I Feel You, Never Let Me Down Again
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2 Kommentare
Axel Heyder aus Erfurt | 02.12.2013 | 09:40  
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Peer Floeckner aus Erfurt | 10.12.2013 | 14:09  
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