Der Dschungel hinterm Schultor

Erfurt: Edith-Stein-Schule | Die Bartagame späht neugierig, was Damian wohl Feines zu fressen mitgebracht hat. Der Tausendfüßer schlängelt sich genüsslich um Johannes‘ Finger, und die Pfeilgiftfrösche nehmen vor der Terrariumspflege lieber gleich Reißaus und verstecken sich. Mit Feuereifer putzen und wienern die Mädchen und Jungen die Glasflächen, beseitigen die Hinterlassenschaften „ihrer“ Tiere, geben ihnen zu fressen und alles, was sie benötigen. Die eine oder andere Streicheleinheit fällt dabei natürlich locker ab.

Einmal in jeder Woche treffen sich die dreißig Fünft- bis Zehnklässer (dazu die zwanzig Schnupperkurs-Teilnehmer) der Edith-Stein-Schule in ihrem schuleigenen Vivarium. Das gibt es bereits seit 1993.

Die Idee zu dieser besonderen Art Biologie zu vermitteln, hatte Lehrer Wolfgang Hock. Gerade in einer Zeit, in der sich Kinder immer mehr von der Natur entfernen, muss man neue Wege finden, um die Liebe zur Natur zu wecken, so seine Intention. Inzwischen haben hier eine Menge Pflanzen und Tiere eine Heimat gefunden, Vertreter wichtiger Pflanzenfamililien und Tierstämme, wie es die Biologielehrer korrekt ausdrücken würden. Dazu gibt es etliche „Spezialisten“, also exotische Tiere. „Die sind mächtig im Kommen“, weiß Lehrerin Christiane Rein, die die Arbeitsgemeinschaft Vivarium mit betreut. Ganz stolz ist sie auf ihre Schützlinge, die es auch zwischen den offiziellen Treffen kaum erwarten können, sich um die Terrarienbewohner zu kümmern. Am Samstag, 28. Januar, am Tag der offenen Tür, werden sie den Besuchern eine Menge über all das zu erzählen haben.
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