Der Mann im Zeitenwind

Gerd Krambehr, der Liedremacher mit der russischen Seele, präsentiert auf seiner neuen CD „Zeitenwind“ einen Querschnitt aus seinem Schaffen. Die Inspiration für diese Scheibe kam übrigens von Krambehrs Töchtern Susann, Lydia und Anna.
Gerd Krambehr nimmt mit seiner neuen CD den Hörer mit auf eine Reise durch die vergangenen Jahrzehnte seines Schaffens


"Ach Junge, hättest du doch nur die Gitarre niemals in die Hand genommen." Sagt eine Mutter leicht beklommen diesen Satz zu ihrem Sohn, muss sie wohl damit rechnen, dass dieser Ausspruch plötzlich zu einer wunderbaren Lied-Vorlage avanciert. Zumindest, wenn der Sohn Gerd Krambehr heißt. "Meine Mutter hat das wirklich zu mir gesagt, würde es bestimmt heute wieder tun", lächelt der Liedermacher vor sich hin. Dabei ist aus ihm doch etwas ‚Ordentliches‘ geworden mit den Diplomen in Deutsch und Russisch, dem Ethikstudium und der Qualifikation als Realschullehrer. Seit fünf Jahren ist er außerdem als freier Maler und Tongestalter tätig.

Doch die Gitarre ist immer stärker. Seit mehr als 30 Jahren schon fließen die Lieder nur so aus ihm heraus, er macht die Texte und die Musik, ist ein wortbalancierender Poet und ein wundervoller Gedichte-Übersetzer russischer Autoren.

Mehr als 700 Werke sind so schon zusammengekommen. Nicht am Fließband, sondern immer so, wie es Gerd Krambehrs Leben zuließ. Da kann es die schlaflos sich wälzende Nacht sein, die ihn zu Papier und Feder zu greifen zwingt, intensive Liebe, der Tod von Nahestehenden, große und vor allem die vielen wichtigen kleinen Dinge, die einem so begegnen. Selbst oder von außen betrachtet. Alles bewegt ihn, die Gedanken kommen kaum zur Ruhe.

Manchmal, wenn die Zeit ihn Atem holen lässt, genießt er die Stille um sich herum. Windstille. Dauerhaft ertragen könnte er sie nicht. "Das wäre mein Tod", gibt er zu und gesteht, dass es in seinem Leben eigentlich immer windig war. Irgendwie.

Vielleicht hat Gerd Krambehr auch deshalb seiner neuen CD den Namen "Zeitenwind" gegeben. Wer sich auf sie einlässt, begibt sich mit dem Künstler auf eine Reise durch die Jahre seines Schaffens. Leichtgefallen ist es ihm nicht, die Songs auszuwählen, zu viele drängeln sich. Geschafft haben es 17 Stücke auf den Silberling. Alle sind sie zeitlos, erzählen zwischen den Zeilen von den Werten, die ihrem Macher so immens wichtig sind. Die sich heute kaum noch jemand traut auszusprechen. Singt er von den Großeltern, erzählt er damit auch von Bodenständigkeit und dieser besonderen Wärme. Von herzlicher Güte und davon, Menschen Aufmerksamkeit und Freundlichkeit zuteil werden zu lassen. Werte bleiben, sie sind auch heute wichtig. Widmet er die Worte eines Liedes seiner Frau, bekommt man eine Ahnung von dem, was die große Liebe alles zu sein vermag. Andere Stücke machen einfach nur Spaß und neugierig auf mehr. Wer ist der Mann, der von Dünnbrettbohrern singt, die dicke da sind, vom Sandkorn, das Erinnerungen weckt oder vom Dr. Schneiderlein, der jedem A... ein Gesicht verpassen kann...?

Tage und Begebenheiten gehen vorüber. Krambehrs Musik verzaubert sie mit Zeitenwind. So können sie bleiben, unangetastet von der Vergänglichkeit.
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