Die Botschaften der Fenster

Kirchen und Kathedralen sind Stein gewordene Kunstwerke in unseren Dörfern und Städten. Kenner unterscheiden Baustile und das Handwerk von Bauhütten. Mit der Epoche der Gotik begann die Zeit der großen und bunten Kirchenfenster. Farbige Glasstücke in Bleistreben gefasst erzählen oft biblische Geschichten oder bilden Herrscher und Heilige ab.

Von außen sind Kirchenfenster eher unscheinbar, sehen meist grau und trübe aus. Mitunter strahlen sie in den Abendstunden, wenn der Innenraum erleuchtet wird. Noch besser ist es am Tage in der Kirche zu sein und nach draußen zu schauen.

Ihre Schönheit und ihre Botschaft zeigen die Fenster aus dem Innenraum. Nur wer in der Kirche steht und gegen das Licht schaut, kann Einzelheiten entdecken. Dann leuchten die Farben in der Sonne und malen uns ihre Botschaften vor Augen oder ins Gesicht. Auch wenn die Institution Kirche nicht immer strahlt, die Gemeinde und das Gotteshaus am Ort laden zum Besuch und zum Mitmachen ein.

Ein Psalmdichter bekennt und singt: "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt." (Psalm 26,8).

Die Nähe Gottes sucht er auch im heiligen Gemäuer, wo sich die Gemeinde der Gläubigen versammelt. Jeder wird immer genug Gründe finden, um Abstand von der Kirche zu halten. Doch: Lassen wir uns neu von den Fenstern einladen. Erleben wir gemeinsam Kirche von innen.

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Uwe Zerbst aus Gotha | 10.02.2013 | 17:53  
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