Ein Tag auf dem Probst-Hof

Maike und Joerg Probst haben sich auf diesem Hof eine kleine Zirkuswelt aufgebaut. Sie ist im Schmöllner Ortsteil Kummer im Altenburger Land zu finden. Wir starten mit einer Hofbesichtigung. Im Spielstall können Kinder und Erwachsene einen Blick in den Alltag der Bauern um 1900 werfen. Ein Mädchen rennt voller Begeisterung mit einer Blechkanne an mir vorbei. Sie hat „die Kuh“ gemolken und gibt nun „die Milch“ ab. Als Kind musste ich mit so einer Kanne beim Milchmann die auf Marken zugeteilte Magermilch holen. Pferd, Schwein, alles zum Spielen da. Diese Tiere sind aus Gips; mit den lebenden Haustieren wird auch ein Programm gestaltet. In so einer Küche, die in der Scheune steht, bin ich auf einem Stadtbauernhof groß geworden. Auch den Wäschetrog gab es; nur damals war es kein Spiel, sondern harte Arbeit.
Zum reiten sind ein Esel und ein Pferd vorhanden. Die Streicheltiere Meerschweinchen und Kaninchen gehen von Kinderhand zu Kinderhand. Freya drückt das kleine Tierchen liebevoll an sich. Unsere Große springt auf der Riesenhüpfburg fast bis zum Himmel.
Im einstündigen Programm in der Kulturscheune werden Tiere vorgestellt, die bereits zwei Jahre trainiert wurden. Insgesamt werden ca. 5 Jahre benötigt, um die Tiere auf ihren Einsatz für Film und Fernsehen vorzubereiten. Die Artisten Probst hatten im Affenprogramm eine kleine Szene vorbereitet: Ein Ehepaar besucht einen Zoo und ein Pavian klaut Tasche und Schirm. Sie wollen ihre Sachen zurück haben, aber es wird immer turbulenter; denn jetzt mischen auch die kleinen Berberaffen und zwei Aras mit. Nun treten die Tiere unter dem Zeichen der Ringe zum Wettkampf an. Was die Ringe bedeuten wird gefragt. „Audi“ ruft ein Junge, nein, es ist das Zeichen der Olympischen Spiele, verbessert Frau Probst. Freya ist so mutig und füttert die Aras mit Nüssen. Ca. 80 Ferienkinder lachen und rufen als die Affen gewindelt wurden. Das macht Mutti zu Hause mit dem Baby auch, wissen einige.
Nun kommt bei uns der kleine Hunger auf. Es gibt ein Imbisshäuschen. Die Ferienkinder haben in der Nähe Picknickplätze eingenommen und wir sitzen gemütlich im Häuschen. Durch einen guten Tipp sind wir hier her gekommen. Es ist ein richtiger Familienspaß. Aller-dings muss man dafür etwas tiefer in die Tasche greifen. Aber Mühe und Aufwand der Familie Probst rechtfertigen die Eintrittsgelder. Leider haben Begleitpersonen für Rollstuhlfahrer hier keinen freien Eintritt, wie üblich in öffentlichen Einrichtungen.
Für Interessenten empfehlen wir die Internetseite, da nicht regelmäßig geöffnet ist.
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