Exkursion ins Planetarium Jena

Kleine Vereinsexkursion ins Jenaer Planetarium

„Sieh, das Gute liegt so nah!“ Thüringen hat so viele interessante Sehenswürdigkeiten, dass die Auswahl direkt schwer fällt. Gerade im Herbst gibt es im Planetarium ein reichliches Programmangebot.
Wir haben uns für die Entdecker des Himmels entschieden. Die Kinder schauen gespannt mit großen Augen ins Weltall. Wir sitzen in der Zeitmaschine und fliegen zunächst zurück zu den Anfängen des menschlichen Lebens. Länger verweilen wir in der Bronzezeit und sehen, wie in Stonehenge, einer Kultstätte in England, am Tag der Sonnenwende die Sonne durch ein bestimmtes Tor ins Innere fällt. Eine ebensolche frühe, mathematisch berechnete Leistung der Druiden ist die Himmelsscheibe von Nebra.
Schon immer strebten Menschen nach Erkenntnissen, um sich das scheinbar Unerklärliche zu erklären. Eine große Leistung war die Schaffung des Kalenders. Anhand der Himmelsscheibe konnte ermittelt werden, wann die Aussaat oder die Ernte begonnen werden muss. In der Bronzezeit gab es schon ein komplexes astronomisches Wissen.
Freya fragt leise: „Waren die Menschen so wie wir heute?“
„Ja und nein“, antworte ich. Vieles ist für das achtjährige Mädchen noch schwer begreiflich.

Lange glaubte die Menschheit, die Erde stünde im Mittelpunkt unseres Sonnensystems und alle anderen Planeten, auch die Sonne, kreisen um die Erde. Der Mathematiker und Astronom Galileo Galilei erkannte mittels eines Fernrohrs, dass die Sonne im Mittelpunkt steht. Das musste er abschwören, weil die Kirche dem alten Weltbild anhing. Erst Jahrhunderte später hat die Kirche ihren Irrtum zurückgenommen.
Heute gibt es Großteleskope und Raumsonden, die uns die Planeten und das ganze Weltall viel besser erkennen lassen.
Aber bis zum Sprung ins All war es ein weiter Weg. Der erste Raumfahrer war Juri Gagarin. Er flog mit der Wostok I am 12.04.1961 ins All. 1963 folgte die erste Frau, Valentina Tereschkowa, ihrem „Kollegen“.
Die erste Landung auf dem Mond mit der Mondlandefähre „Eagle“ war am 20.07.1969. Edwin Aldrin hat Seismographen zur Übermittlung von Mondbeben aufgestellt.
Der erste Deutsche im Weltraum war Siegmund Jähn. Die Fakten sind den meisten bekannt.
Im Planetarium gewinnt man den Eindruck, mitten drin im Kosmos und direkt neben den Kosmonauten zu sein und die Raumfahrttechnik selbst zu bedienen.

Anschließend machen uns im Restaurant „Bauersfeld“ die Eindrücke gesprächig.
Das Jenaer Planetarium wurde 1926 errichtet und ist damit die älteste Einrichtung in Deutschland. Das Restaurant „Bauersfeld“ mit seinen Zwanziger-Jahre-Stil erinnert daran. Bauersfeld war ein Astronom, der ab 1926 hier gearbeitet hat. Die Schmuckelemente an Stühlen und Türen erinnern mich an die Möbel meiner Großeltern. Die Wandmalereien lassen uns das Lebensgefühl jener Zeit spüren.
Vielleicht sind wir bald wieder hier! Die neue Show hat das Thema: „Zeitreise – vom Urknall zum Menschen“.
Aber es gibt nicht nur wissenschaftliche Programme sondern auch emotionale Shows, so zum Beispiel „Der Weihnachtsstern“ und „Lars – der kleine Eisbär“. Sie sind schon für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
Nancy rührt gedankenverloren in ihrem Kaffee. „Ob man wohl bald auf einem anderen Planeten leben kann?“
„Ach ja“, ruft Leo, „wenigstens in den Ferien.“
Empfehlen würde ich eine Vorbestellung, dann klappt´s auch garantiert mit Sonne, Mond und Sternen.
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