Fasten - Fernsehfasten - Autofasten

Als dieses Jahr wieder das Thema "Fasten" an der Reihe war, überlegte ich, wie kann ich meine Kinder auch zu diesem Thema begeistern. Da wir im Alltag versuchen uns gesund zu ernähren und Sport zu treiben, blieben diese Möglichkeiten aus.
Daher machte ich den Vorschlage des "Fernsehfastens". Nach ungläubigen Blicken erklärte ich kurz, dass wir ab 18.00Uhr keinen Fernseher mehr anmachten oder schauen. Da wir oft erst um diese Zeit zu Hause sind stieß ich auf leichte Protest meiner Kinder ( Mädchen 9 Jahre, Junge 14 Jahre). Darum erklärte ich ihnen, dass ich dann lieber mit ihnen etwas spielen möchte, sie selber krativ sein könnten oder sich immer irgendetwas einfallen lassen könnte.
Nach kurzen überlegen, erklärte mein Sohn, dass er das nicht mit machen würde, aber bis Ostern auf Computerspiele jeglicher Art verzichten würde. Und bisher hat er sich daran gehalten.
Meine Tochter fand die Idee nach kurzer Zeit ganz in Ordnung.

Jetzt zweieinhalb Wochen später, ziehe ich nun die erste Bilanz.
Die Abende gestalten sich zur Zeit sehr angenehm. Nach dem Essen und Waschen herrscht eine relative Ruhe und wir merken, dass wir uns viel mehr unterhalten. Zuerst hatten wir uns vorgenommen zu malen, zu puzzeln und basteln. Doch die anfängliche Euphorie über die gewonne Zeit und was man da alles machen könnte, ist einem gemütlichen gemeinsamen Lesen, oder ein zwei Karten spiele gewichen. Ich habe zudem das Gefühl besser zu schlafen und am Morgen ausgeruhter zu sein.
Am Wochenende war es schon schwerer den Fernseher auszulassen, doch mittlerweile fällt es kaum auf. Mein Sohn, setzt sich jetzt auch oft zu uns, auch wenn er das fernsehen nicht ganz weglassen kann. Letztes Wochenende haben wir alle zusammen ein Puzzel mit 1000 Teilen an zwei Abenden geschafft. (Diese lag schon seit Weihnachten vor zwei Jahren im Schrank.)

Ich muss auch zugeben, dass ich so manchen Abend schummeln wollte wenn meine Kinder schliefen, doch ich habe auch durchgehalten. Denn meistens lief die Kiste um am Abend abzuschalten oder sich berieseln zu lassen. Vernünftige Sendungen sind sowieso Mangelware.

Auch das Hochgepriesenen "Autofasten" versuche ich einzuhalten. Doch dies liegt mehr an den Spritpreisen. Meine Bilanz dazu: Es ist nicht ganz leicht alte Gewohnheiten aufzugeben. Die Bequemlichkeit kann ganz schön hartnäckig sein. Doch nach ein paar anstrengenden Tagen und Fahrten mit dem falschen Bus, ist es mitlerweile eine angenehme, interessante, wenn auch zeitaufwendige Möglichkeit, dass Auto stehen zu lassen.
Ich kann unsere beiden Formen des Fastens jedem empfehlen und werde sicher am Ende davon wieder berichten.
Mit freundlichen Grüßen
Alexandra Hinz
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2 Kommentare
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Alexandra Hinz aus Erfurt | 14.03.2012 | 20:23  
7.498
Johannes Leichsenring aus Hermsdorf | 18.03.2012 | 00:04  
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