Federkiel selbst gemacht: Wie man eine Feder spitzt

Kurz vor dem Schulbeginn gab es im Druckereimuseum im Benary-Speicher noch eine schöne Veranstaltung zu Tinten und Schreibgeräten.
Interessantes zur Geschichte der Schreibgeräte vermittelte Museumspädagogin Karin Breitkreuz. Währendessen hatten die kleinen Gäste Gelegenheit, sich einen eigenen Federkiel zu schnitzen, und das ist eine echte Herausforderung. Jeder der das mal versucht hat, wird es bstätigen. Eine Spitze zu schnitzen, die auch gut schreibt, dazu gehört Fingerspitzengefühl und war, so erklärte Karin Breitkreuz ebenso Handwerk der Schreiber, wie die Herstellung von TInte.

Zudem hatte Karin Breitkreutz vom Erfurter Stadtmuseum viele anschauliche Schreibgeräte, wie Rohrfeder, Gänse- und Stahlfeder in den Körben, zudem eien niedliches Zitat: "Ich kann keinen Brief richtig abschließen; ich habe es nie fertig gebracht, eine Feder zu schneiden", hat der große französische Politiker, Philosoph und Schriftsteller Michel de Montaigne im 16. Jahrhundert in seinen Essays gedanklich festgehalten.

Nach der Vorstellung wichtiger altbekannter Tinten, wie der Eisengallustinte, der Sepia- oder der Dornrindentinte, sowie von Geheimtinten (z.b. Zitronensaft, der nach Erhitzen in der Mikrowelle oder dem Ofen sichtbar wird), stellte Karin Breitkreutz gemeinsam mit den Teilnehmern eine Tinte selbst her. Eine schöne Sache, an der sogar Erwachsene ihren Spaß hatten.


Wer es selbst probieren möchte:
Ausgefallene, nicht herausgezogene Gänse-, Truthan oder Entenfeder sammeln. Die Abgestoßenen Federn haben den Vorteil, dass deren Spitze verhornt, also sehr fest ist. Zuerst vorn einen gerade Schnitt machen. Dann an der Unterseite einen etwa zwei Zentimeter langen Schnitt machen, sodann nur noch die Hälfte des vorherigen Umfangs der Feder übrig bleibt. Danach die Blättchen aus dem innen sonst hohlen Kiel herausnehmen. Oder auch in den Schafft stopfen. Danach vorsichtig die Spitze in der Mitte anritzen.
Zum Schluss der letzte Schliff: Wer einen Füller hat, der kann sich an der Spitze orientieren und die Feder vorsitig zuspitzen. Keine leichte Aufgabe, aber sech, sieben und achtjährige haben es im Benary-Speicher hinbekommen.
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1 Kommentar
Axel Heyder aus Erfurt | 19.08.2011 | 14:27  
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