GEBET FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

Erfurt: REGLERKIRCHE ERFURT - IM HERZEN DER STADT | Der Brudermord zieht seine Spur des Hasses und der Vernichtung durch die Menschengeschichte. Dem setzt Gott seine Liebe und seine Verheißung entgegen.
zu beten, nicht allein in den Kirchen unseres Landes:

Im Vertrauen auf IHN:

Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und empfehlen der Tröstung und der Gerechtigkeit Gottes:

- die ermordeten Kinder, Frauen und Männer des jüdischen Volkes
- die ermordeten Angehörigen der Roma und Sinti
- die ermordeten Angehörigen der osteuropäischen Völker
- die ermordeten psychisch und physisch behinderten Menschen
- die ermordeten Künstler, Intellektuellen, Musiker und Politiker
- die ermordeten Ordensleute, Priester, Pfarrer, Glieder der christlichen Kirchen
- die ermordeten Homosexuellen, allen Lesben und Schwulen
- die ermordeten Angehörigen der Widerstandsbewegungen

- die Überlebenden der

Shoa, die das Überleben nicht ertragen und ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben
- die überlebenden Zwangsarbeiter und Geschändeten, denen ihre Jugend und Lebenskraft geraubt wurden.

- Die Geschehnisse der Vergangenheit rufen Menschen in die Verantwortung für die Gegenwart. Darum stellen wir Gott den Antisemitismus und Fremdenhass unserer Tage vor Augen. Wir bitten um die Aufmerksamkeit gegenüber allen Versuchen, die Achtung vor der Würde der Person zu schmälern.

Gott, du verleihst dem Menschen Ansehen und schenkst ihm die Freiheit, dir und einander in Wertschätzung und Liebe zu dienen. Deinen Verheißungen vertrauend loben und preisen wir dich in Ewigkeit.

(nach einem Entwurf des Deutschen Liturgischen Institutes)
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