Geheimdienste - G`TT

Seit einigen Wochen wissen wir es. Amerikanische Geheimdienste überwachen Telefonverbindungen, e-Mail-Kontakte und Aktivitäten in den sozialen Netzwerken. Was für eine Überraschung! Oder doch keine Überraschung. Ich stelle fest: Über Umfang, Details und die Methoden waren wir bis dato ungenau informiert.


Manche rechtfertigen dieses Vorgehen. Weil es uns möglicherweise vor Gefahren schützt. Andere sind entsetzt. Wie kann von einem freien, demokratischen Staat in die Freiheit und Privatsphäre der Menschen eingegriffen werden. Für mich steht fest: die „Schlapphüte“ leben.


Zwei berechtigte Interessen stehen sich gegenüber: das Interesse an der persönlichen Freiheit und Privatsphäre auf der einen Seite. Und das Interesse an der Sicherheit auf der anderen Seite. Ich sehe das im Moment ziemlich gelassen und bin unentschieden, auf welche Seite ich mich stellen sollte.


Gewiss: ich bin weder ein Krimineller noch ein Terrorist, ich stehe zu meinen politischen und religiösen Ansichten. Auch öffentlich. Auf der anderen Seite: Es gibt private Kontakte, Gespräche, den Austausch von Gedanken, der niemanden etwas angeht. Ich denke an den Bereich seelsorgerlicher Begleitung, der von Rechts wegen vertraulich ist. – Nein, vermutlich wird es nie einen Menschen geben, der aus den Datenbergen der Geheimdienste gerade meine Kontakte herausfiltert und nachliest. Trotzdem bleibt bei mir ein mulmiges Gefühl.

Mir kommen Verse aus der Bibel in den Sinn. Der Psalmbeter schreibt: Du erforschst mich und kennst mich. Ich setze mich oder ich stehe auf – du weißt es. Du liest meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder ich liege, du bist bei mir und siehst alle meine Wege. Kein Wort, das ich sage, das du nicht schon wüsstest. Von allen Seiten umgibst du mich (Psalm 139, 1-5).


Das klingt beinahe wie ein moderner Geheimdienst. In Wahrheit spricht die Bibel vom Schöpfer des Himmels und der Erde. ER kennt dich und mich besser als jeder Geheimdienst. Und ER sorgt liebvoll für meine Sicherheit und für meine Freiheit. Darauf vertraue ich. Das glaube ich. Doch ein wenig werde ich schon mittun müssen. Aber ich weiß, dass Gott es gut mit mir meint. Was kann es Schöneres geben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten und frohen Sommer.
Ihr
Johannes Haak
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Joachim Kerst aus Erfurt | 01.08.2013 | 22:07  
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