Großes Interesse an einer Reise zum „Wunder Gehirn“

  Die Reihe der „Botschafter-Visiten“ des Gothaer Hirnforschers Prof. Schunk hatte mit seiner vorletzten Veranstaltung wohl einen wahren Höhepunkt erreicht. Trotz Terminvorverlegung war der Bürgersaal des Gothaer Rathauses am Dienstag, den 01.03.2011, brechend voll.
______________________________

Anschaulich und interessant, mit Folien graphisch verdeutlicht gelang es dem Spezialisten auf dem Gebiet der Hirnforschung, MR Prof. Dr. med. habil Werner Schunk, auf die ihm eigene ansprechende und mit viel Humor gefüllte Art und Weise, alle Anwesenden in den Bann des Gehirns zu ziehen:
Wenn Geist und Seele streiken – das „Wunder Gehirn“

Zahlen wie
• ca. 100 Milliarden Neuronen
• ca. 300.000 km Nervenfasern
• bis zu 120m/Sekunde Nervenleitgeschwindigkeit
ließen ebenso Mund und Augen offen stehen, wie sein Augenmerk darauf, dass erst jüngst ein Mädel in den Niederlanden mit nur einer Hirnhälfte entdeckt wurde, bei dem schon vom Kleinkind an alle Funktionen von der verbliebenen Hirnhälfte (weitestgehend) übernommen wurden. Dass manche Autofahrer das Fehlen eines Gehirnteiles vermuten ließen, erwähnte er ganz nebenbei, lockerte damit aber gekonnt die Verwunderung zum weiteren Verfolgen seiner Ausführungen

Ein leichtes Lächeln der Männer, dass die Frauen weniger Gehirnmasse haben, wicht mit der Erklärung, dass deren Gehirngestaltung anders sei und sich damit wahrlich kein „geistiges Hintertreffen“ verbinden ließe.

Die Wichtigkeit ausreichenden Schlafes sowie die Nachtarbeit des Gehirns, die einzelnen Schlafphasen sowie die Erklärung, wie und wann Daten des Kurzzeitgedächtnisses ins Langzeitgedächtnis übernommen werden verschlugen manchem die Sprache. Die „Einsortierung“ und Gedankenspeichersäuberung in Begebenheiten, Sachbezügen, Gefühlen und Lebenserfahrungen verdeutlichten die Leistung und Wichtigkeit des Gehirns eindrucksvoll.
Zu kurze und wenige Tiefschlafphasen geben dem Gehirn nicht die Gelegenheit, Daten des Kurzzeitgedächtnisses bleibend zu übernehmen. Eine daraus resultierende Vergesslichkeit aktueller Begebenheiten ist oft darin begründet und hat nichts mit Demenz zu tun.

Da Prof. Schunk mit Leib und Seele ein Gehirnspezialist ist, nimmt es nicht Wunder, dass er einerseits interessante Begebenheiten aus seiner medizinischen Praxis schilderte, wie auch „Edelsteine“ seiner Hirnforschung ansprach und dabei schier ins Schwärmen geriet. So gab es gegen Vortragende eine Art Schnelldurchlauf der noch nicht gezeigten Folien.

Nachdem Frau Dr. Krause (Chefin der Gothaer URANIA) bereits die Dankesworte gesprochen und Ausblicke auf weitere Veranstaltungen gegeben hatte, meldete sich Prof. Schunk ein weiteres Mal zu Wort.
Seinem Gesicht war anzusehen, dass er der Faschingszeit in seiner Veranstaltung auch eine Bühne geben wollte, indem er noch zwei seiner gereimte Geschichten zum Besten gab, welche die Anwesenden sowohl zu herzhaftem Lachen und besonderem Beifall wie auch zu einem Lächeln beim Heimweg animierte.

____________________

Dass Gefühle im Gehirn gespeichert, verarbeitet und freigesetzt werden und dadurch das Herz angesprochen wird, mag praktisch wahr sein. Das Herz aber in der Liebe nur als Blutpumpe zu sehen, wird sich in diesem Gefühlszusammenhang hoffentlich nicht durchsetzen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
4 Kommentare
3.977
Thomas Twarog aus Erfurt | 02.03.2011 | 09:30  
13.458
Uwe Zerbst aus Gotha | 02.03.2011 | 09:47  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 09.03.2011 | 20:50  
9.688
Hannelore Grünler aus Artern | 09.03.2011 | 20:50  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige