Gütergemeinschaft

Was ist gerecht, wenn es um Besitz geht? Wie viel muss jeder haben, um leben zu können? Fragen nach der Gerechtigkeit bestimmen Gespräche und Gottesdienste. Da wird in der großen Politik und der kleinen Familienrunde heftig diskutiert. Manche verweisen auf die erste christliche Gemeinde in Jerusalem.

Von den Christen damals heißt es: „Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter allen, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen.“ (Apg. 2,44-46). Das hört sich gut an. Leider ist es nicht die Lösung.

Dieser „Ur-Kommunismus“ führte rasch zur Armut. Gleich am Anfang forderte
er zwei Tote. Ein Ehepaar hatte nicht alles in den gemeinsamen Topf gegeben
und schwindelte. Wenn allen alles gehört, führt das zu Leichtsinn und Lüge.
Der Apostel Paulus musste bald bei seinen Reisen für diese Gemeinde
Geld sammeln, um deren Überleben zu sichern. Dabei sollten die anderen
Christen von ihrem Überfluss abgeben und selbst genug behalten,
mahnte er. Das alles soll ohne Unwillen und Zwang geschehen, „denn einen
fröhlichen Geber hat Gott lieb“. (2. Kor. 9,7b). Kluge Gedanken nach der bitteren
Erfahrung bei den Ur-Christen.

Gesegnete Zeit.
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