Hauseigene Traditionen: „Berliner“ zum Karneval und „Blume“ zum Int. Frauentag

Seit nunmehr etwa 15 Jahren lebe ich in unserer Hausgemeinschaft und habe mir drei Dinge zur Freude der Mitmieter ausgedacht, von denen ich zwei hier beschreiben möchte:

Am Rosenmontag hole ich „Berliner-Pfannkuchen“ ganz zeitig beim Bäcker, um davon vor jede Wohnungstür unserer Hausgemeinschaft so viele auf eine Serviette zu legen, wie hinter der Tür wohnen.
Ein Mitbewohner hatte mich schon im Verdacht, war sich dann aber nicht sicher, weil ja auch vor unserer Tür zwei „Berliner-Pfannkuchen“ lagen. Mit den Jahren hat ist daraus eine Hausgemeinschafttradition geworden. Schmunzelnd registriere ich immer wieder, wie die kleine Gabe in die Wohnungen genommen wird.

Zum „Internationalen Frauentag“ vor etwa 20 Jahren begann ich mit meinen „drei Hausgemeinschaftstraditionen“, bestellte eine Anzahl von Blumen (meist – wie auch in diesem Jahr – Nelken), um diese am 08. März vor die Wohnungstüren in unserem Haus zu stellen (oder legen). Dabei kommen vor jede Wohnung so viele der Blumen, wie dahinter Frauen und Mädchen wohnen.
Darüber hinaus sind immer einige noch übrig, um sie einer netten Verkäuferin oder anderen Frau zu schenken und damit eine weitere Freude zu machen.

Beide Traditionen gehen ein wenig über das Haus hinaus, weil eine Mitbewohnerin im Altenheim und eine umgezogene Familie ja im Grunde weiterhin ein bisserl zur Hausgemeinschaft gehören und natürlich auch mit einem „Berliner-Pfannkuchen“ bzw. einer Blume bedachte werden.

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Welches die dritte dieser persönlichen „Macken“ ist?
In der Vorweihnachtszeit bieten einige Bäcker zum 06.12. einen „Nikolauszopf“. Wie mit den „Berliner-Pfannkuchen“ lege ich vor jede Wohnungstür unseres Hauses so viele Nikolauszöpfe, wie dahinter wohnen. Von dem Augenblick an wichtelt es bei uns in der Hausgemeinschaft bis kurz vor Weihnachten. Immer hängt mal bei jedem etwas an der Tür, wobei wir schon langsam wissen, wer welche Plätzchen gebacken oder die Kleinigkeit angehängt hat.
Als ich nach vielen Jahren einem Mitbewohner sagte, dass ich der Meinung wäre, mal etwas Neues zu machen, bestätigte dieser kopfnickend und klopfte mir anerkennend auf die Schulter. Aber, so fügte er schnell hinzu, das mit den Nikolauszöpfen muss bleiben!

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Wenn nun jemand denkt, dass ich wohl zuviel Geld habe, dem sei gesagt, dass es nicht an dem ist sondern ich vielleicht ein zu großes Herz habe.
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2 Kommentare
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Thomas Twarog aus Erfurt | 07.03.2011 | 11:52  
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Manuela Deutschland aus Sömmerda | 08.03.2011 | 20:59  
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