Herrenberg atmet auf: Neues Leben für die einstige "Urne"!

Marie Bielefeld freut sich auf einen spannende Zeit im neuen Stadtteilzentrum.

Erfurt. Das einstige Jugendhaus "Urne" am Herrenberg steht lange schon leer, die Anwohner haben kaum noch Möglichkeiten, einander zu begegnen. Das neue Stadtteilzentrum bringt neuen Schwung auf den Herrenberg.

Türen stehen schon offen



Marie Bielefeld staunt. Noch stehen die Türen nicht offiziell offen, doch mancher Herrenberg-Bewohner nutzt bereits die Gelegenheit für einen neugierigen Blick und einen Plausch. „Schon jetzt haben wir jede Menge positive Reaktionen, an jedem Tag bekommen wir vier, fünf neue Ideen“, freut sich die Koordinatorin vom Erfurter Verein Plattform e.V. darüber, wie sehr die Herrenbergler schon jetzt Anteil nehmen. Und sich freuen, dass das einstige Jugendhaus, das umgangssprachlich wegen der Nähe zum Friedhof schon immer „Urne“ genannt wurde und seit Jahren leerstand, wieder eröffnet wird. Als Stadtteilzentrum. Eines, das der scheinbare Stiefkind-Stadtteil lange schon vermisste. Möglichkeiten, sich zu begegnen und Freizeit miteinander zu gestalten, gibt es hier kaum noch.

Ort der Begegnungen



„Den Menschen ist nicht egal, was mit dem Herrenberg passiert“, erfährt Marie Bielefeld täglich aufs Neue. Das Zentrum soll ein Ort der Begegnungen werden. „Wir wollen nicht von oben herab irgendwelche Angebote machen, sondern alles gemeinsam mit den Bewohnern entwickeln, möchten immer ganz nah dran sein an den Menschen“, sagt die Koordinatorin und denkt dabei an einen Treffpunkt für Jung und Alt zum Plaudern, an regelmäßige Treffen von Gruppen und Gleichgesinnten, an Sportkurse, Kochabende, Hausaufgabenhilfe, einen Toberaum, die Grillecke und vieles mehr. Ideen gibt es schon, fast ebenso viele wie Nachfragen nach dem neuen Konzept des Hauses. „Manche bieten auch von sich aus Hilfe an und möchten sich einbringen“, freut sich Marie Bielefeld über engagierte Unterstützung.

Vorbereitungen laufen



In diesen Tagen haben Marie und ihr Team mit den Vorbereitungen alle Hände voll zu tun. Außerdem ist der Verein gemeinsam mit Studenten der Universität unterwegs, um die Herrenberg-Bewohner nach ihren Wünschen und Bedeürfnissen zu befragen.
Wenn sich am 1. August zum ersten Mal hier offiziell die Türen öffnen, ist jedermann mit seinen Ideen zum „Marktplatz der Möglichkeiten“ willkommen. Schön wäre es auch, so Marie Bielefeld, wenn sich ein Name für das neue Haus finden ließe. ‚Stadtteilzentrum‘ klingt ihr viel zu sperrig. Und „Urne“ zu negativ.

Termin:


Eröffnung des Hauses am Freitag, 1. August, ab 16 Uhr. Jeder, der neugierig ist und / oder sich einbringen möchte, ist herzlich willkommen.
Öffnungszeiten ab 4. August: wochentags 13 bis 18 Uhr.
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Wolfram Treydte aus Erfurt | 22.07.2014 | 17:59  
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