Internationales Kunstforum in Gotha mit britischem Charme eröffnet - Milein Cosman weiht neue Ausstellungsflächen ein

 

Gotha. Nach über zweijähriger Bauzeit eröffneten die Gothaer am Mittwoch ihr neues Kunstforum im frisch sanierten Westthüringen-Center. International ausgerichtet und anspruchsvoll soll es werden, betonte Geschäftsführer Torsten Kunz, ein anziehendes Highlight für die Freunde zeitgenössischer Kunst in ganz Europa.

Nicht umsonst erwies die britischen Künstlerin und gebürtigen Gothaerin Milein Cosman der Stadt Gotha persönlich die Ehre, mit ihrer Ausstellung unter der Schirmherrschaft des britischen Botschafters Simon Mc Donald die modernen Ausstellungsflächen einzuweihen. Als Dank für ihren Besuch überreichte ihr Oberbürgermeister Knut Kreuch ihre eigene Geburtsurkunde sowie ein Bild ihres Elternhauses. „Mit Deutschland verbinde ich so viele schöne Erinnerung an wirklich tolle Freunde“, berichtete die Künstlerin tief bewegt. „In Gotha werden Kindheitserinnerungen wach – das ist wie lebendige Geschichte“, freute sich die heute 93-jährige.

Nach ihrem Eintrag ins Goldene Buch der Residenzstadt eröffnete Milein Cosman am Abend gemeinsam mit Knut Kreuch und zahlreichen Gästen aus Kunst, Kultur und Politik das neue Kunstforum. „Milein Cosman nach Gotha einzuladen, war uns ein Herzenswunsch“, erklärte Knut Kreuch, „und ich bin froh, dass sie ohne zu zögern nach über achtzig Jahren den weiten Weg auf sich genommen hat, um unsere Stadt zu besuchen und ihre wunderbare Entwicklung zu entdecken!“ Mit dem internationalen Kunstforum im Westthüringen-Center erhält die Stadt nun einen weiteren touristischen Leuchtturm, um zukünftig weit über die Landesgrenzen hinaus von sich reden zu machen.

Besonders ist nicht nur die Auswahl der Ausstellungen, sondern auch das Gebäude selbst, denn der um 1630 entstandene Eckbau ist Teil der wenigen noch erhaltenen historischen Wohnviertel der Residenzstadt. Eine weiteres herausragendes Merkmal stellt die Art der Finanzierung dar: Erstmalig wurde ein solches Sanierungsprojekt ohne kommunales Zutun initiiert und realisiert – auf Initiative und Kosten der VR-Bank Westthüringen eG hin fand das historische Gebäude einen regionalen Förderer von Kunst und Kultur, der es nicht nur umfassend entkernte und technisch modernisierte, sondern ebendieses der Kultourstadt Gotha GmbH zur kulturellen Nutzung und Vermarktung zur Verfügung stellt.
Mit dieser genossenschaftlichen wie künstlerischen Vision hat die Bank zwei wertvolle historische Grundsätze in Gotha neu verbunden. „Eine solche Art des regionalen Engagements gab es in Gotha noch nie, aber ich hoffe, dass dieses Vorbild bald Nachahmer für den Erhalt weiterer Gothaer Schätze findet“, so Kreuch.


Im historischen Ambiente des internationalen Kunstforums werden die schöpferischen Leistungen namhafter Künstler einen würdigen Rahmen finden. „Die neuen Räumlichkeiten im Westthüringen-Center bieten auf drei Stockwerken mit über 400m2 viel Platz für klare, weiträumige Ausstellungsflächen“, stellt der neue Betreiber und Geschäftsführer der
KulTourStadt, Torsten Kunz, bei der Eröffnung das Konzept stolz vor. Im Erdgeschoß empfängt ein elegantes Foyer mit Kaffee und Shop die Besucher aus aller Welt.


Nach Milein Cosman präsentiert das Kunstforum von November 2014 bis März 2015 „Deutsche Künstler im Exil“ - Werke aus der Sammlung „Memoria“ von Thomas B. Schuhmann, bevor eine Sammlung Thüringer Künstler in die neuen Räumlichkeiten einzieht. Erstmalig in Deutschland zeigt der kalifornische Fotograf George Steinmetz ab November 2015 seine Wüstenperspektiven in der Ausstellung „Desert Air“. Weitere namhafte Ausstellungen stehen kurz vor Vertragsabschluss.
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