Interview Fish: Die Stimme von Marillion kommt nach Erfurt - Ersatztermin für ausgefallenes Konzert FISH Ersatztermin 31.1.15, HsD

Fish kommt nach Erfurt. (Foto: Pressefoto)
 
Songs mit Tiefgrund. (Foto: Pressefoto)
Erfurt: Gewerkschaftshaus | Für den ersten Termin hatte sich Fish fette Erkältung eingefangen. Ein Ersatzkonzert wird es am 31. Januar 2015 geben.



Der schottische Sänger Derek William Dick, den die meisten eher als „Fish“ kennen, hat sich einen Namen mit einer besonderen Stimme gemacht. Es sind die Hits der englischen Band Marillion, die ihn über sein treues Stammpublikum hinaus bekannt machen. Am Samstag, 8. November, ist er mit „The Moveable Feast Tour 2014“ im Gewerkschaftshaus. FISH gehört zu den bekannten Vertretern des Progressivrock. Ist ein Solokünstler, Poet und Schauspieler! Im vergangenen Jahr tourte er quer durch Europa, um sein neues Album „A Feast Of Consequences“ vorzustellen. Was eigentlich als Experiment begann, wurde erfolgreich. Mit AA-Redakteur Axel Heyder wechselte er ein paar Worte.

Wie geht’s Ihnen an einem typischen Tourtag?
Naja, irgendwie bin ich noch etwas müde. Man versucht eben soviel wie möglich vor den Konzerten zu schlafen, damit man für die Reise zum nächsten Ort und das Konzert am Abend fit ist. Immerhin spielen wir 60 Konzerte und leben nicht wirklich gesund dabei (lacht), mein schlechtes Gewissen macht sich bemerkbar.

Bekommt man von den Städten noch etwas mit?
Nicht unbedingt auf so einer Tour, die Tage sind eher von langen Fahrten geprägt und vom täglichen Soundcheck. An die Konzerte selbst habe ich aber jede Menge Erinnerungen. Gerade in Deutschland habe ich es mit einem besonders enthusiastischen Publikum zu tun, das mir sehr viel zurück gibt.

Was macht so ein Konzert perfekt?
Einerseits muss ich mich auf der Bühne wohlfühlen. Idealerweise habe ich einen perfekten Sound, sowohl im Saal als auch auf der Bühne, so dass ich mich auf die Songs konzentrieren und mich fallen lassen kann. Die Konzertstätten in Deutschland haben einen hohen Standard, das macht es die Sache einfacher.

Und kommen auch in Erfurt viele ihrer Fans, die sich Fishheads nennen?
Oh ja, die kommen überall hin und sorgen für großartige Stimmung.

Ihre Musik funktioniert kaum ohne die tiefgründigen Texte. Woher kommen die Inspirationen dafür?
Ich bin ein Naturmensch, verbringe viel Zeit im Freien, arbeite im Garten und gehe im Wald spazieren. Das hat meine Texte beeinflusst. Ebenso wie die Reisen. Eine Zeit war ich auf Kuba, diesem von Embargos gebeutelten Land. Auch dort habe ich für mich und meine Musik einiges mitgenommen. Die großen Probleme der Welt, wie die globale Erwärmung und all diese Dinge, spielen eine Rolle.

Das klingt nach viel Stoff für die Songs ...
Ja, außerdem lese ich viel und da gibt es eine Reihe von Büchern, die mich berührt haben, wie „The Party is over“ von Richard Heinberg. Ich war selbst in Vietnam, habe also gesehen, wie die Menschen in Asien derzeit ausgebeutet werden.

Muss das Publikum zwangsläufig in diese Texte mit eintauchen?
In erster Linie schreibe ich die Songs für mich, nicht für das Publikum. Bei jedem Song, den sie auch mögen, ist es umso schöner für mich.

Auf dem Album von 2013 geht es teilweise ruhig zu, mit Akustik-Instrumenten, wie in Blind to the Beautiful. Mögen Sie da die Marillion-Hits noch spielen?
Ja, gerne. Klar möchte man als Musiker immer zuerst die neuen Songs spielen, aber alles andere gehört dazu. Ich würde außerdem nichts ins Programm nehmen, das ich nicht gerne spiele.

Hier ein ">Video ...

Info: Erfurt |Haus der sozialen Dienste (Gewerkschaftshaus), Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
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