Lebenslinien

Die gerade Linie ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten. Auf dem
Papier ist der Strich schnell fertig. Beim Bau von Bahnstrecken und Straßen wird es schwieriger. Erst recht lässt sich unser Leben nicht wie am Reißbrett planen.

Zeiten und Umstände ändern sich und sie ändern uns. Schicksalhafte Fügungen
können unsere Vorhaben aus den Fugen geraten lassen. Krankheiten können
uns lahm legen. Große Pläne können zu Sackgassen werden. Und doch: Gehört nicht gerade das zu unserem Leben? Krisen und Anfechtungen machen unser Leben reich an Erfahrungen. Ein geflügeltes Wort sagt: Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

Die Bibel erzählt von Josef. Als Jugendlicher von den Brüdern in die Sklaverei verkauft, durch Verleumdung ins Gefängnis gebracht, wird er nach klugen Ratschlägen für den Pharao ein Herrscher in Ägypten. Am Ende bewahrt
er seine Familie vor dem Hungertod und sagt: „Ihr gedachtet, es böse mit mir
zu machen, aber Gott gedachte, es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am
Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk. So fürchtet euch nun
nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.“ (1. Mose 50, 20-21). So kann auch unsere Lebenslinie in allen Wenden und Wirren unser Dasein wertvoll machen und anderen zum Segen werden. Wir können Gott darum bitten.

Gesegnete Zeit.

Egmond Prill
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