Lehrreich / hochinteressant, sich mit „Starken Frauen“ zu beschäftigen

Das „Musikalische LiteraturCAFÉ“ (MLC) zum Thema „Starke Frauen“ (Teil 2) war ein wahrer Erfolg. Leider war die Schriftstellerin Christine Bose aus Krankheitsgründen nicht in der Lage, ihre Ausarbeitungen selbst vorzutragen. Auch konnte Uwe Zerbst sie nicht damit überraschen, per Beamer die jeweilige Frau zu zeigen und zu musikalischem Zwischenspiel jeweils eine Blume zu zeigen.

Doch das MLC war nicht etwa klasse wegen dieser „Niederlagen“. Nein! Die Zuarbeit der Schriftstellerin war enorm informativ und versetzte die Anwesenden in das gesellschaftliche Umfeld der jeweils vorgestellten Frau, ließ fühlen, wie schwer sie es auch und gerade gegen die geschichtliche Männerwelt hatten.

„Liebenswürdige Geschöpfe! Kümmert Euch um Eure Töpfe!“ ist ein Beispiel männlicher Empfehlungen.

Als die erste Frau Deutschlands mit Doktortitel, Frau Dr. Dorothea Erxleben, zwar die Krankenbetreuung ihres verstorbenen Vaters übernommen aber noch nicht ihre Doktorarbeit verteidigt hatte, musste sie sich einer „Beschwerde dreier Quedlinburger Ärzte, eine Frau, ohne Approbation, also ohne Zulassung zum Ausüben eines Heilberufes nach einem Studium, würde sich in ihrer Stadt als Pfuscherin betätigen und Kranke behandeln.
Damit würde die Preußische Medizinalordnung von 1725 ständig verletzt.“ Erwehren.

Zur Schriftstellerin Marie Nathusius: „Die Benachteiligung der Mädchen griff die Presse in Sachsen-Anhalt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf.
In der Alltagssprache des 21. Jahrhunderts: Wurde ein Mädchen nicht gefördert, vom Vater beispielsweise oder vom Bruder, hatte es eben Pech!“

Ja, die Texte der Frau Bose waren sehr plastisch aussagekräftig!
Bereits im März des vergangenen Jahres hatte sie selbst den ersten Teil der „Starken Frauen“ in Gotha gelesen und damit mächtigen Eindruck gemacht.

Schlussfolgernd aus der Beschäftigung mit „Starken Frauen“ der Geschichte, ist es verständlich, dass ein „Musikalisches LiteraturCAFÉ“ sich spätestens im kommenden Jahr dem Thema „Starke Frauen unserer Gegenwart“ widmen wird.
Allein die Vorbereitung dafür verspricht hochinteressant zu werden!
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Wenn Männer mitunter etwas abfällig gucken oder sprechen bei der Hervorhebung „Starker Frauen“ frappiere ich diese meist mit der Bemerkung: „Den Scheibenwischer erfand 1903 die Amerikanerin Mary Anderson“ – Danach sehe ich meist in entgeisterte Gesichter, die es einfach nicht fassen wollen und auf jeden Fall erst einmal in Frage stellen.
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