Liebe geht durch den Magen

Erfurt: Dehoga | Kochkurs für Verliebte – Aphrodisierendes zu leckeren Gerichten verarbeitet

Von Axel Heyder

Sie haben es sich gemütlich gemacht, im kleinen Topf. Couverture und Butter verschmelzen langsam zu einer duftend-kakaobraunen Creme. Derweil kuscheln die scharfen Chilis im Schälchen, warten darauf, entblättert zu werden. Scharfes bringt den Körper in Wallungen. Gemeinsam mit einer knackig braungebruzzelten Ananas verbinden sie sich später zu einem innen flüssigen Schokoladenkuchen. Garniert mit Chilifäden. Ein Nachtisch, bei dem jedem Pärchen garantiert warm ums Herz wird.

 Doch schon die Gerichte zuvor haben es in sich: Mit Venusmuschel in Austernsoße, abgeschmeckt mit einem kleiner Spritzer Weißwein beginnt das 3-Gänge-Menü.
Aphrodisierende Speisen sind gefragt, besonders vor dem Valentinstag: Muscheln, Granatäpfel und Wasabi gehören dazu. „Grundsätzlich gilt als aphrodisierend, was in Form, Farbe oder Geruch eine bestimmte Wirkung auf den Menschen hat“, erklärt Küchenchefin Janice ­Hoffmann den Teilnehmern des Kochkurses „Sexy Food“ im Kompetenzzentrum des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Erfurt (DEHOGA).

 Zur allgemeinen Erwärmung hatte es bereits einen „Sex on The Beach“ gegeben, manchmal reicht allein der Name. „Liebe geht durch den Magen“ besagt ein Sprichwort – und irgendwie stimmt das. Die ­Stimulation von Geruchs- und Geschmacksnerven, intensive Aromen von Blüten oder Gewürzen seien liebsfördernd, heißt es einführend im Kurs.

 Auch Ingeborg und Jörg Bursian aus Sömmerda sind unter denen, die mal anders kochen wollen, als nur zur reinen Nahrungszubereitung. Sie lösen einen Geschenkgutschein ein – und bereuen es nicht. Vor allem überrascht sie die Zusammenstellung der Zutaten: „Hier werden Dinge zusammengebracht, die ich nie miteinander kombiniert hätte“, verrät Ingeborg, die seit 21 Jahren mit ihrem Mann liiert ist. Kohlrabi, Pomelo mit Granatapfel zum saftigen Fleisch – das ist schon eine spezielle ­Kreation.

 Normalerweise ist es Ingeborg, die bei den Bursians fürs Kochen zuständig ist. Jörg hilft eher beim Kartoffelschälen oder anderen Essensvorbereitungen. „Wenn man diesen Kochkurs absolviert hat, traut man sich auch zu, das alleine in Angriff zu nehmen“, befindet Jörg im Anschluss. Zweieinhalb Stunden Spaß bei der Zubereitung der zarten Venusmuscheln, von scharfem Beef-Filet Tataki mit Kartoffel-Wasabi-Püree und würzigem Pomelo-Rettich-Salat sowie dem leckeren Nachtisch liegen hinter ihnen. Die essbaren Rosenblätter sind dabei nicht nur eine vortreffliche Dekoration, sie schmecken auch in Kombination mit den Algen, den so genannten Salty Fingers.  
 Und alleine die Tatsache, gemeinsam das Essen zu kochen, hält die Liebe frisch.


Informationen Kochkurs „Sexy Food“ und weitere Kurse beim DEHOGA Thüringen Kompetenzzentrum in Erfurt. Internet: www.dehoga-kompetenzzentrum.de Tel. 0361 59 07 80.
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