Liebe und Hass

Hundedame „Zipfel“ kämpft für mehr Tierlobby.
Weimar: Hundeschule Passion | Europäisches Kulturforum „Hund“:
Gegen Irrtümer zwischen Mensch und Tier


Die Hundewelt ist nicht in Ordnung. Treue Menschenfreunde werden als Kampfhunde deklassiert oder maßlos vermenschlicht. Um das Ansehen von Hunden und Haltern zu stärken, haben zwölf Tierfreunde in der Weimarer Hundeschule „Passion“ das Europäische Kulturforum „Hund“ gegründet. Sie wissen, dass der Hund längst ein wichtiger Teil der Gesellschaft ist. Sie wissen aber auch, dass es Reibungspunkte und Ängste zwischen Hundehaltern und hundelosen Menschen gibt. Und dass Frauchen und Herrchen viel für ein besseres Image des Hundes tun können, ja müssen.

Steht es wirklich so schlecht um das Bild des Hundes? „Die Menschen sind hysterisiert. Darauf folgte die Rassendiskriminierung und die Verteufelung des Hundes“, unterstreicht Initiator Thomas Kümmel. Und es gibt eine zweite Seite der Medaille: Durch Vereinsamung widmen sich viele Menschen immer mehr dem Hund zu. Sie vermenschlichen, vergöttern ihn. „Das ist realitätsfern, gefährlich und folgenschwer für den Menschen und für den Hund überhaupt nicht artgerecht“, sagt Kümmel.

Unter dem Motto: „Hundeliebe grenzenlos“ wirken die Mitglieder des Fördervereins in fünf Arbeitsgruppen. In Soziale Projekte werden Vorführungen sowie Besuche mit Hunden in Schulen, Seniorenheimen und Kliniken organisiert. Die Geschichtswerkstatt wird den Aufbau eines Hundemuseums forcieren, eine Thüringer Hundestraße aufbauen und Erfahrungen von Jägern, Schäfern sowie Züchtern sammeln.

Die Arbeitsgruppe Behörden / Gesetze / Verordnungen berät Ämter und Institutionen zu Ortssatzung, Hundesteuer, Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit. Ebenso steht die Formulierung eines Ehrenkodexes für Hundehalter auf der Agenda. Die AG Medien kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit, gibt Anregungen und analysiert das Bild des Hundes in der Presse. Als Anerkennung für faire Berichterstattung wird der Medienpreis „Hund“ ausgelobt.

Die AG Kultur um den Hund organisiert Diskussions- und Talkrunden. Sie stellt Menschen mit Hund vor und bietet zu öffentlichen Klubabenden eine Plattform für Erfahrungsaustausche. Obendrein werden Künstler angeregt, sich mit dem Thema Hund in ihren Werken zu beschäftigen.

Das Forum „Hund“ will sich mit anderen Initiativen vernetzen. Binnen fünf Jahren sollen die Aktivitäten in ganz Europa ausstrahlen. „Denn andere Länder haben ähnliche Probleme. Die gilt es zu lösen“, betont Hundelehrer Thomas Kümmel hoffnungsvoll.

Informationen: Mehr zum Förderverein und Sorgentelefon für Hundehalter Montag bis Freitag, 18 bis 20 Uhr, Telefon: 0 36 43 - 41 04 47
Hundeschule "Passion"
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2 Kommentare
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D D aus Jena | 23.04.2011 | 23:48  
Thomas Gräser aus Erfurt | 27.04.2011 | 14:43  
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