Manege frei für den Kinderzirkus Piccolino

Hereinspaziert! (Foto: Kathrin Wisbach)
So mancher Spaziergänger staunt beim Vorbeischlendern über das Zelt im Garten. Feiert hier etwa jemand besonders große Partys? Manchmal darf man sogar einen Blick hinter die Zeltbahnen werfen, man wird sogar von Zeit zu Zeit ausdrücklich darum gebeten.

Hier, am Venedig 2a, hat der Kinderzirkus „Piccolino“ sein Domizil. Dabei war das Ganze nie so geplant. Ein mehr oder weniger zufällig und für keinen konkreten Zweck ersteigertes Zelt brachte die Töchter des stolzen Käufers auf die Idee: Wir machen Zirkus!
Im Nu hatten die Mädchen ein paar Gleichgesinnte um sich geschart. Voller Stolz begannen sie, Dachböden und Keller auszumisten und überall nach brauchbaren Utensilien zu suchen. Stühle mussten herangeschafft werden und allerlei Gerätschaften, die kleine Artisten so brauchen. Trampoline, Bälle, Tücher, Clownsnasen, Matten und und und. Bei den Ko-stümen erweisen sich die Nachwuchs-Artisten bis heute jedes Mal aufs Neue als perfekte Improvisierer.

„Eigentlich machen die Mädchen das alles ohne Unterstützung durch uns Eltern“, ist Mutter Kathrin Wisbach sichtlich stolz auf die jungen Akteure zwischen sechs und siebzehn Jahren. Manchmal, so gibt sie zu, schaut ein Erwachsener doch mal zu bei den Proben. Aus reiner Neugier, nicht, um einzugreifen.
Als Belohnung ernten die quirligen Zirkusdamen bei ihren fast immer ausverkauften Vorstellungen donnernden Applaus. Von den Eltern, den Freunden und Bekannten und nicht zuletzt von den Passanten, die durch Zufall hier hereinplatzen.
„An die letzte große Vorstellung erinnere ich mich noch gut. Das war der absolute Hammer“, schwärmt Kathrin Wisbach noch heute und staunt darüber, wie sich die Mädchen und ihr Projekt entwickelt haben.

Dabei stand der Zirkus fast vor dem Aus: Der extremen Schneelast des vergangenen Winters konnte das Zelt beim besten Willen nicht standhalten. Doch dank der Unterstützung von Freunden und Passanten und Firmen konnte jetzt ein neues Zelt gekauft werden. In ein paar Tagen gibt es für die fleißigen Helfer eine extra Dankeschön-Vorstellung.
Ansonsten beginnt für die Nachwuchs-Artisten nun die Zeit des Ausdenkens und Probens, bevor es im Frühling mit dem neuen Programm weitergeht. Zwar sind die Übungsmöglichkeiten wegen der zu geringen Deckenhöhe im Probenraum nicht ideal, doch die jungen Damen lassen sich nicht unterkriegen. Vielleicht ergibt sich ja auch eine neue Möglichkeit und jemand kann einen mindestens drei Meter hohen Raum zur Verfügung stellen. Auch Verstärkung ist jederzeit herzlich willkommen, vor allem an Jungs mangelt es...
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