Mann, oh Mann: Zwei Kabarettisten über männliche Vorzüge und Co.

Andreas Pflug
 
Dominique Wand
"Männerwirtschaft" heißt das neue Programm im Erfurter Kabarett "Die Arche", das am 12. Oktober Premiere hat. Die beiden Kabarettisten Andeas Pflug und Dominique Wand stehen zuvor Rede und Antwort:

Wie ist der Mann von heute?


Andreas Pflug: Er versucht, die männlichen Attribute nach außen darzustellen, aber die eigene körperliche Konstituition steht ihm im Weg.

Dominique Wand: Zutiefst verunsichert, er weiß nicht mehr so recht, was er ist. Heute darf er nicht mehr der Jäger sein, das unangefochtene Oberhaupt...


Müssen Männer heute um ihre Gleichberechtigung kämpfen?


A.P.: Ja! Frauen dringen in mehr in einst männliche Bereiche ein, sie boxen, spielen Fußball... Viele Frauen, die in Führungspositionen sind, wollen sich wie die Männer behaupten. Manche schaffen es bis zur Kanzlerin. Wir haben bestimmt bald eine Papstin. Oder erst mal eine Bundespräsidentin.

D.W.: Nein, müssen sie nicht. In der Realität sind weit mehr Männer in Führungspositionen.



Finden Sie es gerecht, dass Männerhaut weniger zur Faltenbildung neigt als die der Frauen?


A.P.: Wenn die Männer nicht zu viel rauchen und trinken, dann funktioniert das wirklich.

D.W.: Ein Standortvorteil muss sein.


Warum sterben Männer meist eher als Frauen?


A.P.: Wir wollen einfach alles schneller wissen. Und bei dieser Schnelligkeit gibt der Motor eben eher den Geist auf.

D.W.: Weil wir weniger auf uns achten. Wir leben intensiver, aber auch deutlich unkontrollierter.


Männer besitzen ein größeres Gehirn als Frauen: Damit sie mehr an Sex denken können...?


A.P.: Wenn sie dazu mehr Phantasien brauchen, dann brauchen sie eben das größere Gehirn. Männer denken einfach etwas "tief"gründiger...

D.W.: Sex hat doch nichts mit denken zu tun! Und wenn Männer doch so viel an Sex denken, muss das Gehirn größer sein, damit sie mit dem Rest über andere Dinge nachdenken können. Also Fußball, Formel 1 und so...


Wo wir gerade beim Thema sind: Es soll da eine Studie geben, die über das Schrumpfen gewisser Teile berichtet...


D.W.: Das ist in der Tat so, in den letzten 50 Jahren ist das beste Teil des Mannes weltweit um zehn Zentimeter geschrumpft. Aber ich muss radikal widersprechen, bei mir ist das nicht so! Übrigens hat das mit der Pille zu tun, durch sie gelangen zu viele Östrogene ins Wasser.

A.P.: Wenn das so weitergeht, können wir uns ausrechnen, wann es mit der Menschheit zu Ende geht. Die Frauen sägen unfreiwillig am eigenen Ast. Da könnt ihr mal zusehen, was ihr davon habt! Also nutzen, so lange alles noch da ist!!!


Sind Männer die vollkommneren Menschen? Sie haben ja wenigstens noch das Y-Chromsom!


A.P.: Ich bin mir nicht sicher.

D.W.: Auf jeden Fall. Das beweist schon die Geschichte, an essentiellen Stellen saßen immer Männer. Aber die Frauen rücken nach. Und sie kopieren uns.


Wenn ich jetzt eine Frage stelle und Sie bitte, mir beim Antworten eine Tasse Kaffee einzuschenken, würde das funktionieren?


A.P.: Häähh? Was haben Sie gesagt?

D.W.: Ich kann das, zwei Dinge gleichzeitig tun, mindestens.


Warum ist es schön, ein Mann zu sein?


A.P.: Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie mich so abgemischt haben. Ich bin, was ich bin, und das ist gut so. Es wäre auch viel zu schwer, eine Brust mit sich herumtragen zu müssen.

D.W.: Weil ich im Stehen pinkeln kann. Überall, egal wo ich bin.



Haben Frauen, wenn sie das neue Kabarettprogramm gesehen haben, mehr Verständnis für Männer? Oder Mitleid? Oder Respekt?


A.P.: Sie sehen, worauf sie sich eingelassen haben. Aber wir loben die Frauen ja auch!

D.W.: Unser Programm ist keine Kopie von Mario Barth, es geht schon in die ganze Breite, es wird natürlich auch politisch. Ein Programm für Männer und Frauen, eben aus männlicher Sicht.
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2 Kommentare
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Joachim Kerst aus Erfurt | 09.10.2013 | 13:18  
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Peer Floeckner aus Erfurt | 29.11.2013 | 12:44  
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